In Trebur hat ein 10-jähriges Mädchen am Montag (02.11.) beim Essen einer zu Halloween gesammelten Süßigkeit einen gefährlichen Fund gemacht. In einem Schokolutscher steckte eine Sicherheitsnadel. Das Kind bemerkte den Fremdkörper, als es den Lutscher in den Mund nahm, und spuckte ihn sofort aus. Weil die Nadel geschlossen war, blieb das Mädchen unverletzt.
Die Eltern verständigten daraufhin die Polizei. Die Beamten stellten die Nadel und weitere Lutscher der gleichen Sorte sicher. Die Kriminalpolizei in Rüsselsheim ermittelt nun wegen des Verdachts einer versuchten gefährlichen Körperverletzung.
Nach Halloween (31.10.) sind der Polizei in den vergangenen Tagen vereinzelt vergleichbare Fälle gemeldet worden, bei denen sich Fremdkörper in Süßigkeiten befunden hatten. Konkrete Hinweise auf weitere Manipulationen liegen bislang nicht vor.
So machen Sie Halloween-Süßigkeiten sicher
Die Polizei rät Eltern und Erziehungsberechtigten, die gesammelten Süßigkeiten vor dem Verzehr gemeinsam mit ihren Kindern sorgfältig zu überprüfen. Wichtig ist: Nur original verschlossene und unbeschädigte Verpackungen kaufen oder annehmen. Beschädigte, bereits geöffnete oder verdächtig manipulierte Packungen gehören in den Müll.
Schauen Sie die Süßigkeiten genau an. Achten Sie auf ungewöhnliche Einstiche, Löcher, Risse oder andere Auffälligkeiten. Überprüfen Sie das Naschwerk auf sichtbare Fremdkörper wie Nadeln, Metallteile oder andere Gegenstände. Selbstgemachte oder unverpackte Süßigkeiten von unbekannten Personen sollten Kinder im Zweifel nicht essen.
Erklären Sie Ihren Kindern, dass sie ihre gesammelten Leckereien nicht direkt unterwegs essen sollen, sondern zunächst zu Hause gemeinsam mit Erwachsenen kontrollieren. Sollten Sie verdächtige Lebensmittel oder mögliche Fremdkörper entdecken, informieren Sie die Polizei und bewahren Sie die betreffenden Gegenstände möglichst unverändert auf, damit diese gegebenenfalls untersucht werden können.
Hinweise nimmt das Kommissariat 10 der Polizei Rüsselsheim unter der Telefonnummer 06142/696-0 entgegen.
Die Entwicklung im Landkreis Groß-Gerau
2024 zählte die Polizei im Landkreis Groß-Gerau 1.127 einfache Körperverletzungen, 2025 waren es 953 — 15,4 Prozent weniger. Bundesweit ist die Zahl im selben Zeitraum um 1,3 Prozent gesunken.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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