Im Landkreis Rotenburg haben Betrüger am Donnerstag sieben Anrufe getätigt. In jedem Fall gaben sich die Anrufer als Vermittler aus und behaupteten, ein Familienmitglied habe einen schweren oder tödlichen Verkehrsunfall verursacht.
Die Täter forderten die Angerufenen auf, hohe Geldsummen zu beschaffen und diese zu einem Amtsgericht zu bringen. Gleichzeitig setzten sie ihre Opfer unter Druck und untersagten ihnen, mit anderen über das Telefonat zu sprechen.
In allen sieben Fällen reagierten die Angerufenen richtig: Sie verweigerten die Übergabe von Geld und Wertgegenständen und durchschauten die Betrugsmasche.
Die Polizei warnt: Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichte fordern niemals am Telefon zur Übergabe von Bargeld auf. Auch persönliche Daten, Kontodaten oder finanzielle Informationen sollten nie an unbekannte Anrufer herausgegeben werden. Die Täter nutzen gezielt Schockmeldungen, um schnelle und unbedachte Entscheidungen zu erzwingen.
Wer einen verdächtigen Anruf erhält, sollte das Gespräch sofort beenden, durchatmen und dann selbstständig bei Angehörigen oder der Polizei anrufen – dabei immer eine bekannte, selbst recherchierte Telefonnummer verwenden, niemals die vom Anrufer genannte.
Tipps der Polizei:
– Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen – ein angeblicher Unfall rechtfertigt keine sofortige Geldübergabe.
– Überprüfen Sie die Angaben, indem Sie den vermeintlich betroffenen Angehörigen unter einer Ihnen bekannten Nummer anrufen.
– Geben Sie keine persönlichen oder finanziellen Daten preis.
– Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen.
– Informieren Sie Angehörige, Freunde oder Nachbarn, wenn Sie unsicher sind oder einen verdächtigen Anruf erhalten haben.
– Im Zweifel: Auflegen und die Polizei über eine selbst recherchierte Nummer kontaktieren.
Weitere Informationen zu Betrugsmaschen und Schutzmaßnahmen erhalten Interessierte bei der örtlichen Polizeiinspektion Rotenburg.
Betrugsfälle im Landkreis Rotenburg (Wümme): der Vergleich mit Land und Bund
Im Landkreis Rotenburg (Wümme) zählte die Polizei 2025 1.391 Betrugsfälle, das sind 838 auf 100.000 Einwohner. Damit steht unser Kreis schlechter als im restlichen Bundesland, wo 740 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Bundesweit sind es 770.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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