Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund will sich nicht mit einfacher Mehrheit durch eine Enthaltung des BSW im dritten Wahlgang zum Ministerpräsidenten wählen lassen. „Selbstverständlich nicht“, sagte Siegmund dem Nachrichtensender „Welt“ am Dienstag.
Siegmund sieht in entsprechenden Medienberichten einen gezielten Versuch, eine absolute Mehrheit für die AfD zu verhindern. Teile der Medienlandschaft würden das BSW „ganz bewusst besonders hochschreiben und in den Mittelpunkt der Berichterstattung rücken“, weil sie genau wüssten, dass dies eine absolute Mehrheit für die AfD verhindern könnte, kritisierte er.
Den BSW-Wählern müsse man deutlich machen, welche Konsequenzen eine Zersplitterung habe: „Wenn wir uns immer auseinanderspielen, dann passiert genau das, was wir in Brandenburg erlebt haben, was wir in Thüringen erlebt haben.“ Siegmund stellte die Frage: „Wie soll ich denn mit diesen Menschen hier oder mit diesen Politikern die Probleme dieses Landes in den Griff bekommen?“
Als Zielmarke nennt Siegmund eine Mehrheit von „45 Prozent plus X“. Dies sei „der einzige Weg, um dieses Land hier zu retten“. Ein formales Amt als Ministerpräsident ohne parlamentarische Mehrheit bringe nichts, argumentiert er: „Ich brauche eine stabile Mannschaft über fünf Jahre hinweg, auf die sich dieses Bundesland verlassen kann, weil ganz Deutschland oder unser politischer Gegner wartet doch nur darauf, dass wir während der fünf Jahre hier nicht erfolgreich sind.“
Autor: dts Nachrichtenagentur