Der Sohn eines Führungsmitglieds der islamistischen Terrororganisation Hamas soll in einem von Ermittlern entdeckten Propagandavideo einen Anschlag in Deutschland oder Österreich angekündigt haben. Laut Bundesanwaltschaft sollte sich der geplante Anschlag gegen Israelis oder Juden richten und im vergangenen Herbst stattfinden – zum zweiten Jahrestag des Hamas-Überfalls auf Israel am 7. Oktober 2023.
In dem Videoclip kündigt ein mit einer Sturmhaube maskierter Mann an, dass der bewaffnete Widerstand eine Botschaft mit Blut an den verachtenswerten Verbrecher Benjamin Netanjahu, den Premierminister Israels, senden werde. Der Vermummte droht in der Aufzeichnung mit Rache für Israels Genozid im Gazastreifen. Vor ihm liegen auf einem Tisch zwei Pistolen. Das ungefähr viereinhalb Minuten lange Video entstand laut den Ermittlungen im Sommer 2025 in Wien.
Die Bundesanwaltschaft wertet den Mitschnitt als vorab aufgezeichnetes Bekennervideo für einen verhinderten Terroranschlag. Bei dem vermummten Sprecher soll es sich um Mohammed A. handeln, einen in Deutschland geborenen und zuletzt in Großbritannien lebenden Sohn eines Mitglieds des Politbüros der Hamas. Das Politbüro ist das oberste Leitungsgremium der Terrororganisation.
Anfang September klagte die Bundesanwaltschaft sieben mutmaßliche Komplizen von A. vor dem Berliner Kammergericht an. Die Männer sollen Waffen und Munition für einen mutmaßlich geplanten Anschlag beschafft haben. Ihnen wird die Mitgliedschaft in einer ausländischen Terrororganisation und die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen. Über die Zulassung der Anklage muss nun das Kammergericht entscheiden.
A. sitzt derzeit in Großbritannien in Untersuchungshaft und soll nach Deutschland ausgeliefert werden. Sein Anwalt ließ eine Anfrage unbeantwortet.
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Autor: dts Nachrichtenagentur