Bei den europaweit organisierten Tempokontrollen am gestrigen Mittwoch haben die Beamten in Nordhessen eine höhere Zahl von Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt als in den Vorjahren. Von 29.652 kontrollierten Fahrzeugen fuhren 5,8 Prozent zu schnell – deutlich mehr als 2025 mit 3,6 Prozent oder 2024 mit 3 Prozent.
Die Polizei stellte an insgesamt 41 Messstellen in den Regionen Stadt und Landkreis Kassel, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner während des 16 Stunden dauernden Speedmarathons 1.714 Geschwindigkeitsverstöße fest. Die Verstöße dokumentierten die Beamten mit modernen Messtechniken. An vielen Kontrollpunkten stoppten sie die zu schnell fahrenden Fahrzeuge sofort und konfrontierten die Fahrer direkt mit dem Verstoß. Andere Temposünder müssen mit entsprechender Post rechnen.
Der Großteil der Verstöße bewegt sich im Bereich von Verwarnungsgeldern. 122 Fahrer überschritten die erlaubte Geschwindigkeit deutlich, was Punkte in Flensburg sowie höhere Bußgelder zur Folge hat. Fünf besonders rasante Fahrer müssen mit einem Fahrverbot von mindestens einem Monat rechnen.
Neben den Geschwindigkeitsverstößen stellten die Beamten 32 weitere Ordnungswidrigkeiten fest, darunter Verstöße gegen die Anschnallpflicht und die Nutzung von Handys während der Fahrt. Auch diese Verstöße wurden entsprechend geahndet.
Die nordhessischen Beamten beobachteten, dass der Verkehrskontrolltag insgesamt auf breite Zustimmung stieß. Viele Fahrer und Passanten äußerten positive Rückmeldungen. In zahlreichen Gesprächen konnten die Beamten den Verkehrsteilnehmern die Risiken und Folgen von zu schnellem Fahren vor Augen führen. Auch der Großteil der angehaltenen Temposünder zeigte Verständnis für die Notwendigkeit der Maßnahmen. Die leicht angestiegene Quote an Geschwindigkeitsüberschreitungen unterstreicht nach Einschätzung der Polizei, dass solche Kontrollen – sowohl angekündigt als auch unangekündigt – weiterhin unverzichtbar bleiben.