Am Samstagmorgen wurde in Stade zunächst ein aufgebrochener Nissan Qashqai entdeckt, wenig später führte ein berauschter Mann im Bahnhof die Polizei zu dem Autodiebstahl zurück.
Gegen 7:30 Uhr riefen Passanten die Polizei in die Straße Am Burggraben, weil dort ein Nissan Qashqai aufgebrochen worden war. Die Scheibe der Beifahrerseite war zerstört, außerdem entdeckten die Beamten Hebelmarken am Fahrzeug. Der Innenraum des Wagens war durchwühlt und mehrere Gegenstände fehlten.
Etwa viereinhalb Stunden später, gegen 12:00 Uhr, wurde die Polizei zum Stader Bahnhof gerufen. In der Bahnhofshalle lag ein Mann neben einer Bank und reagierte nicht mehr auf Ansprache. Die Beamten weckten den offenbar erheblich unter dem Einfluss berauschender Substanzen stehenden Mann, der keine Angaben zu seinen Personalien machen konnte.
Bei der Suche nach einem Ausweispapier entdeckten die Polizisten bei ihm ein Lederetui mit einem Namen, der zu dem zuvor aufgebrochenen Nissan vom Burggraben gehörte. Zur Identitätsfeststellung und für eine Befragung nahmen sie den Mann mit zur Polizeiwache.
Es handelt sich um einen 29-jährigen Stader, der Drogen- und Alkoholkonsum einräumte. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten zudem zwei Messer, die gegen das Mitführverbot gemäß der niedersächsischen Verordnung über das Verbot des Führens von Waffen und Messern in Verkehrsmitteln und Einrichtungen des öffentlichen Personenverkehrs verstoßen.
Gegen den Mann läuft nun ein entsprechendes Ermittlungsverfahren. Die Polizei prüft außerdem, ob er auch für weitere Fahrzeugaufbrüche der vergangenen Tage im Stadtgebiet verantwortlich sein könnte.