Die Stader Polizei hat einen 23-jährigen Mann aus Stade festgenommen, dem drei schwere Raubüberfälle zur Last gelegt werden. Die Festnahme fand am Dienstagvormittag mit Unterstützung des Spezialeinsatzkommandos Niedersachsen statt, da man davon ausging, dass der Verdächtige möglicherweise eine Schusswaffe besitzt.
Der erste Überfall ereignete sich am 17. Januar in Stade: Ein unbekannter Täter bedrohte einen Taxifahrer mit einer Waffe und forderte die Herausgabe von Wertgegenständen. Der Mann floh ohne Beute.
Am 30. Mai drangen zwei unbekannte Männer in eine Bar in der Salzstraße in Stade ein. Einer der Räuber schoss mit einer Waffe in die Decke des Lokals. Die beiden erbeuteten mehrere hundert Euro Bargeld und flohen.
Ein dritter Überfall folgte am 3. Juli auf einen Autofahrer: Unbekannte ließen ihr Auto frontal mit dem Wagen des Opfers zusammenstoßen und raubten ihm anschließend mehrere hundert Euro Bargeld.
Im Laufe der Ermittlungen konkretisierte sich der Verdacht gegen den 23-Jährigen. Die Staatsanwaltschaft Stade beantragte einen Durchsuchungsbeschluss, das Landgericht Stade erließ einen Untersuchungshaftbefehl. Am Dienstagnachmittag öffnete die Polizei mit Unterstützung des SEK und Diensthundeführern der Polizeidirektion Lüneburg die Wohnung des Staders. Der Mann wurde festgenommen und zur Polizeistation gebracht, wo Fingerabdrücke und Fotos gemacht wurden. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung sicherten die Beamten Beweismittel. Am Mittwoch wird der 23-Jährige dem Haftrichter beim Landgericht Stade vorgeführt.
In einem zweiten Fall schlugen Kupferdiebe in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch im Rosenweg in Bargstedt zu. Sie betraten das Gelände des dortigen Kindergartens und montierten sechs Kupferfallrohre ab – jedes drei Meter lang – und nahmen sie mit. Der Schaden wird auf mehrere hundert Euro geschätzt. Die Polizeistation Harsefeld nimmt Hinweise entgegen unter der Nummer 04164-888260.
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