In Baunatal hat ein aufmerksamer Mitarbeiter der Stadtwerke eine Seniorin vor einem massiven Betrug bewahrt. Am Dienstagnachmittag gegen 14 Uhr klingelte er an ihrer Tür — und kam damit genau zur richtigen Zeit.
Die betagte Baunatalerin war zuvor von unbekannten Betrügern angerufen worden. Sie gaben sich als Ärzte aus einem Krankenhaus aus und erzählten ihr eine Lügengeschichte: Ihr Sohn habe Krebs im Endstadium. Die einzige Rettung sei ein Medikament aus der Schweiz — das 200.000 Euro kosten solle. Die Täter übten enormen Druck auf die Frau aus.
Unter dem Schock dieser angeblichen Diagnose begann die Seniorin, Geld in ihrem Zuhause zusammenzusuchen. Noch während sie telefonierte, klingelte der Stadtwerke-Mitarbeiter an ihrer Tür, um sie über anstehende Arbeiten zu informieren. Als die aufgeregt telefonierende Frau mit einem Bündel Geld in der Hand die Tür öffnete, erkannte er sofort, dass etwas nicht stimmte. Es handelte sich um einen Betrug.
Der Mitarbeiter übernahm das Telefongespräch mit dem angeblichen Professor am anderen Ende der Leitung. Kaum bemerkte der Betrüger, dass sein Schwindel aufgeflogen war, beendete er das Gespräch. So ging die Betrügerbande leer aus.
Die weiteren Ermittlungen führt die Kripo des Polizeipräsidiums Nordhessen.
Wie die Nachbarkreise dastehen
Im Landkreis Kassel kamen 2025 auf 100.000 Einwohner 451 Betrugsfälle. Am höchsten fällt der Wert unter den Nachbarkreisen in Kassel aus: 1.147 Fälle je 100.000 Einwohner. Landesweit sind es 783.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts 2025; Kreisgrenzen © GeoBasis-DE / BKG (2026).
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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