Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich zur Verteidigung der hohen Renovierungskosten für das Schloss Bellevue geäußert. Im ZDF-Sommerinterview erklärte er die enormen Ausgaben mit dem Zustand des 250 Jahre alten Gebäudes.
„Das Schloss Bellevue ist 250 Jahre alt und renovierungsbedürftig, weil die Tragfähigkeit der Decken zum Beispiel eingeschränkt ist“, sagte Steinmeier. „Dieses Schloss kann so in dieser Form nicht länger als repräsentativer Sitz genutzt werden.“
Der Bundespräsident widersprach Berichten über geplante Zusatzbauten. Stattdessen verwies er auf ein bestehendes Gebäude, in dem die Mitarbeiter untergebracht sind und das in den 1990er-Jahren unter problematischen Bedingungen eingeweiht worden sei. „Die sind schlicht und einfach unzulässig“, betonte Steinmeier mit Blick auf Mängel wie unzureichende Brandschutzmaßnahmen. „Das darf so nicht mehr betrieben werden und das ist das kostentreibende Stück bei dem Gesamtvorhaben.“
Während die aufwendige Sanierung voranläuft, ist Steinmeier in ein Übergangsquartier am Berliner Spreebogen umgezogen. Die Renovierung des Schloss Bellevue wird auf etwa eine Milliarde Euro geschätzt.
Autor: dts Nachrichtenagentur