Marie-Agnes Strack-Zimmermann will ihr Ergebnis von knapp 40 Prozent bei der Wahl zum FDP-Bundesvorsitz nutzen, um inhaltliche Korrekturen im Präsidium der Partei durchzusetzen. Die unterlegene Kandidatin sieht ihr Stimmenanteil als klaren Auftrag, diesem Teil der Partei eine deutliche Stimme im Präsidium der FDP zu geben und wo nötig inhaltliche Korrekturen zu erwirken, wie sie dem Nachrichtenmagazin „Focus“ sagte.
Die Europaabgeordnete kündigte zugleich an, nach ihrer Niederlage gegen Wolfgang Kubicki konstruktiv mit dem neuen Parteichef zusammenzuarbeiten. Sie werde sich weiter in den Dienst der Partei stellen.
Kubicki hatte sich am Samstagnachmittag auf dem FDP-Parteitag in Berlin mit rund 60 Prozent der Stimmen gegen Strack-Zimmermann durchgesetzt. Ihre überraschende Kampfkandidatur hatte den Parteitag kurzfristig zu einer offenen Richtungsauseinandersetzung gemacht.