Straßenstreit eskaliert: 19-Jähriger bedroht Autofahrer mit Schreckschusswaffe auf A2

(Symbolbild)

Auf der A2 bei Dortmund hat ein 19-Jähriger aus Essen einen 50-jährigen Autofahrer und dessen Sohn mit einer Schreckschusswaffe bedroht. Der junge Mann war zunächst dicht auf das Auto der beiden Dortmunder aufgefahren und hatte sie dann ausgebremst.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei waren der 50-Jährige und sein 19-jähriger Sohn auf der A2 in Richtung Oberhausen unterwegs und wollten ein anderes Auto über den linken Fahrstreifen überholen. Zur gleichen Zeit näherte sich der spätere Angreifer mit seinem weißen VW T-Roc. Er fuhr mit Lichthupe und Hupe nur wenige Meter hinter dem Dortmunder Auto her und gestikulierte wild mit Armen und Händen.

Doch dabei blieb es nicht: Der 19-Jährige setzte seinen Wagen vor das Auto des 50-Jährigen und bremste ihn aus. Anschließend bog er auf den nächsten Rastplatz ab. Die Situation schien sich zunächst zu beruhigen – doch der junge Mann ließ nicht locker. Wenig später holte er das Auto des Dortmunders wieder ein.

Als beide Fahrzeuge auf gleicher Höhe waren, zeigte der Essener dem 50-Jährigen eine schwarze Schusswaffe. Dabei soll er durch das geöffnete Beifahrerfenster auf ihn gezielt haben. Der bedrohte Mann verringerte daraufhin seine Geschwindigkeit und alarmierte die Polizei.

Mit Unterstützung konnte die Polizei den Fahrer des weißen VW T-Roc auf dem Parkplatz an der Anschlussstelle Dortmund-Derne anhalten und kontrollieren. Unter Vorhalt der Waffe wurde der 19-Jährige aus dem Fahrzeug geholt. Im Auto fanden die Beamten eine schwarze Schreckschusswaffe und passende Munition. Im Seitenfach der Fahrertür entdeckten sie außerdem ein verbotenes Einhandmesser. Alle Gegenstände wurden sichergestellt und eine Gefährderansprache durchgeführt.

Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen konnte der 19-Jährige seine Fahrt fortsetzen. Die Polizei ermittelt noch, ob er tatsächlich mit der täuschend echt aussehenden Waffe auf den Dortmunder gezielt hat und wie sich der Vorfall im Detail zugetragen hat.

Gegen den jungen Mann laufen nun mehrere Verfahren – unter anderem wegen Nötigung im Straßenverkehr und wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz. Zudem wird die zuständige Fahrerlaubnisbehörde über den Sachverhalt informiert. Eine Aufnahme in das Messertrageverbotskonzept wird geprüft.

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