Südosthessen ehrt zehn Bürger für außergewöhnliche Zivilcourage

(Symbolbild)

Das Polizeipräsidium Südosthessen hat am gestrigen Nachmittag zehn Menschen geehrt, die in Notsituationen beherzt eingegriffen und Mitmenschen geschützt haben. Die feierliche Belobigungsveranstaltung fand am Spessartring in Offenbach statt.

„Sie stehen heute im Mittelpunkt. Es ist beeindruckend und inspirierend, wie Sie in kritischen Momenten über sich hinauswachsen und mit Mut und Entschlossenheit das Leben anderer schützen“, sagte Abteilungsdirektor Marco Weller, Leiter der Abteilung Einsatz, in seiner Ansprache. Jeder der Geehrten erhielt eine hochwertige Medaille und eine Urkunde.

Am 16. Oktober 2025 sprangen Joshua Borton und Patrick Reichel in Hanau einer jungen Frau zur Hilfe, die von einer Brücke auf die Bahngleise gesprungen war. Sie zogen sie von den Gleisen, während sich ein Güterzug näherte. Der Zug kam erst auf ihrer Höhe zum Stillstand. Die Frau erlitt schwere Verletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht.

Am 5. Mai 2025 bemerkte Giovanna M. im Ringcenter Offenbach einen Mann in augenscheinlicher Polizeiuniform, dessen Auftreten ihr verdächtig vorkam. Sie alarmierte die echte Polizei. Bei der Kontrolle stellte sich heraus: Der Mann war kein Polizist, sondern stand unter Alkohol- und Drogeneinfluss und besaß keinen Führerschein. Er war mit einem Auto auf den Parkplatz des Einkaufszentrums gefahren. Die Beamten fanden zudem gefälschte Dokumente.

Am 6. Mai 2025 beobachtete der 13-jährige Fabian in Nidderau, wie ein 54-jähriger Mann zwei Mädchen im Bereich einer Schule ansprach und einem der Kinder folgte. Fabian erkannte die mögliche Gefahr, informierte die Polizei und verfolgte den Mann in sicherem Abstand, während er fortlaufend dessen Standort übermittelte. Polizeikräfte nahmen den Mann daraufhin vorläufig fest.

Am 9. Januar 2026 bemerkte Maximilian Seng, der zufällig vorbeijoggte, ein brennendes Wohnhaus in Bruchköbel. Er betrat sofort das Gebäude und brachte einen noch darin befindlichen Bewohner ins Freie. Anschließend alarmierte er lautstark die Nachbarn. Der Gerettete kam verletzt ins Krankenhaus. Seng unterstützte noch beim Einladen in den Rettungswagen und ging dann bescheiden nach Hause.

Am 5. Dezember 2025 soll ein Mann in der Nähe des Bahnhofs Offenbach-Bieber eine Frau angegriffen und zu Boden geworfen haben. Die 38-jährige Frau T. eilte zur Hilfe und stellte sich schützend zwischen Täter und Opfer. Sie setzte einen Notruf ab. Andreas Kaltwasser wurde durch ihre Rufe aufmerksam und unterstützte sie. Trotz aggressiven Verhaltens des Angreifers blieben beide standhaft. Nachdem der Täter der Helferin gegen den Kopf geschlagen haben soll, brachte Kaltwasser ihn zu Boden und hielt ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest.

Am 13. Januar 2026 entdeckte Jürgen R. in Rodgau eine junge Frau auf einer Fußgängerbrücke, die über das Geländer geklettert war und sich in Richtung Fahrbahn hinübergelehnt hatte. Er sprach sie ruhig an, gewann ihr Vertrauen und konnte sie vom Sprung abhalten. Anschließend zog er die junge Frau zurück über das Geländer und brachte sie in Sicherheit.

Am 2. Juni 2025 soll ein Mann in Dietzenbach einen elfjährigen Jungen angegriffen und ihn gegen den Kopf getreten haben. Sidelya Demir schritt sofort ein und vertrieb den Täter. Der Junge erlitt eine Gehirnerschütterung und wurde ins Krankenhaus gebracht. Nach einer öffentlichen Fahndung stellte sich der Tatverdächtige selbst.

Am 4. Februar 2026 sollte Taxifahrer Tolga Demirci eine Seniorin von Neu-Isenburg nach Frankfurt fahren. Während der Fahrt schilderte die Frau, sie müsse 70.000 Euro abheben, um ihren angeblich festgenommenen Sohn gegen Kaution freizubekommen. Demirci erkannte die typische Betrugsmasche eines sogenannten Schockanrufs. Er klärte die Seniorin auf, verständigte die Polizei und verhinderte so die Geldübergabe. Sein Handeln bewahrte die Frau vor einem erheblichen finanziellen Schaden.

Das Polizeipräsidium Südosthessen möchte mit der Belobigungsveranstaltung eine Gesellschaft des Hinschauens und Handelns fördern — eine Gesellschaft, in der man sich aufeinander verlassen kann und Menschen füreinander einstehen.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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