Spezialisten der Bundespolizei haben am Donnerstagabend, den 16. April 2026, eine 60-jährige Deutsche wegen Gepäckdiebstahls am Hauptbahnhof Hannover festgenommen. Ein sogenannter Super-Recognizer der zivilen Fahndungseinheit identifizierte die Frau weniger als 24 Stunden nach der Tat anhand von Videoaufnahmen.
Die Tatverdächtige soll in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag den Rucksack eines Reisenden im Hauptbahnhof entwendet haben. Der Geschädigte erstattete kurz nach dem Diebstahl Strafanzeige bei der Bundespolizeiinspektion Hannover. Die vorläufige Schadenshöhe beläuft sich nach derzeitigen Erkenntnissen auf mehr als 5.000 Euro.
Die Beamten führten sofort erste Ermittlungen durch und sicherten die Aufnahmen der Videoüberwachungsanlage im Hauptbahnhof. Dabei erkannten sie eine bis dato unbekannte Tatverdächtige und gewannen erste Ermittlungsansätze. Diese Erkenntnisse übermittelten sie an die Zivilfahnder.
Bereits einen Tag später gelang es einem Super-Recognizer der Bundespolizeiinspektion Hannover, die Frau anhand der Fahndungsfotos im Personentunnel des Hauptbahnhofs wiederzuerkennen. Gemeinsam mit einer weiteren Zivilfahnderin nahm er sie vorläufig fest. Die 60-Jährige wurde zur Wache am Ernst-August-Platz gebracht, wo Fotos angefertigt und Fingerabdrücke abgenommen wurden.
Nach Abschluss aller strafprozessualen Maßnahmen entließen die Beamten die Frau an ihrer Wohnanschrift in die Freiheit. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Diebstahls ein.