Tag der vermissten Kinder: 171 Kinder in Bayern werden aktuell vermisst

(Symbolbild)

Am 25. Mai ist der jährliche „Tag der vermissten Kinder“ – ein Anlass für das Bayerische Landeskriminalamt, auf die Bedeutung schnellen Handelns beim Verschwinden von Kindern und Jugendlichen hinzuweisen. Aktuell werden 171 Kinder unter 14 Jahren in Bayern vermisst.

Die meisten der vermissten Kinder – 126 – gelten als sogenannte „Ausreißer“, die wiederholt weglaufen und wieder zurückkommen. 40 weitere wurden ihren Eltern oder ihrem Vormund entzogen, zum Beispiel wegen Streitigkeiten um das Sorgerecht. Bei fünf der vermissten Kinder handelt es sich um unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die Bayern als Erstaufnahme nur als Zwischenstation nutzen und anschließend – auch unter anderen Namen – weiterreisen.

Als vermisst gelten Kinder und Jugendliche, sobald sie ihr gewohntes Umfeld verlassen haben und ihr Aufenthaltsort unbekannt ist. Die Polizei geht dann grundsätzlich davon aus, dass eine Gefahr für Leib und Leben besteht – bis Ermittlungen etwas anderes ergeben. Eltern und Angehörige sollten daher nicht zögern, umgehend die Polizei zu verständigen, die dann sofortige Fahndungsmaßnahmen einleiten kann.

Die Zahlen sind allerdings nur eine Momentaufnahme. Ein Großteil der Kinder kommt glücklicherweise bereits nach wenigen Tagen wieder wohlbehalten nach Hause zurück. Im vergangenen Jahr wurden 1044 Kinder vermisst und davon 970 Fälle aufgeklärt. 2024 waren es 1069 registrierte Fälle, von denen 979 gelöst werden konnten.

Alle Fahndungen in Bayern werden zentral in der Vermisstenstelle des Landeskriminalamtes gebündelt, die die Arbeit der jeweiligen Polizeidienststellen zielgerichtet unterstützt. Die Stelle erforscht auch Hintergründe zu den Vermissungen von Kindern, um daraus Erkenntnisse für aktuelle und zukünftige Fälle zu gewinnen. Sie hilft bei der Identifizierung vermisster Menschen anhand vergleichender Auswertungen in einer speziell dafür angelegten bundesweiten Datenbank.

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