Ein 58-jähriger Rumäne ist am Sonntag am Dresdner Hauptbahnhof festgenommen worden, nachdem er einem schlafenden Mann die Geldbörse gestohlen hatte. Die Bundespolizei überführte den Tatverdächtigen mithilfe von Videoaufzeichnungen.
Am frühen Sonntagmorgen des 12. Juli 2026 erschien ein stark alkoholisierter 49-jähriger Deutscher auf der Wache der Bundespolizei im Hauptbahnhof Dresden und meldete den Diebstahl. In der Nacht hatte ihm jemand rund 200 Euro aus seiner Geldbörse gestohlen, während er in der Kuppelhalle schlief. Den Verlust bemerkte er erst, als er eine Taxifahrt in die Altstadt bezahlen wollte. Ein freiwilliger Atemalkoholtest zeigte einen Wert von 1,9 Promille – die genauen Umstände der Tat waren dadurch zunächst schwer zu rekonstruieren.
Die Lösung kam aus den Videoaufzeichnungen des Bahnhofs. Die Aufnahmen zeigten deutlich, wie sich ein älterer Mann am Sonntagmorgen gegen 01:00 Uhr dem schlafenden Opfer auf einer Bank näherte. Der Mann nutzte die Hilflosigkeit des Betrunkenen gezielt aus, verdeckte seine Hand mit einer Jacke und entwendete die Geldbörse. Wenige Minuten später steckte er dem Opfer die geleerte Börse unbemerkt wieder zu.
Basierend auf der exakten Täterbeschreibung aus den Videoaufnahmen erkannten Bundespolizisten den Verdächtigen nur wenige Stunden später wieder. Gegen 07:50 Uhr nahmen sie den Mann auf einer Bank vor dem Haupteingang des Bahnhofs vorläufig fest.
Bei der Durchsuchung fanden die Beamten knapp 184 Euro Bargeld bei dem 58-Jährigen – mutmaßlich das Diebesgut. Der Rumäne war der Polizei bereits wegen Diebstahls bekannt. Darüber hinaus wurde er von drei Staatsanwaltschaften zur Aufenthaltsermittlung gesucht. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen besonders schweren Falls von Diebstahl gegen ihn ein.