Taschendiebstähle in Offenbach: Mehr als zwölf Fälle seit März – Polizei warnt vor neuen Tricks

Symbolbild (KI-generiert)

Taschendiebe haben in den vergangenen Wochen in der Offenbacher Innenstadt wiederholt zugeschlagen. Seit Mitte März registrierte die Polizei mehr als ein Dutzend solcher Taten – allein die Hälfte davon ereignete sich seit dem 1. Juni.

Betroffen waren überwiegend Frauen. Die Täter entwendeten die Portemonnaies meist unbemerkt aus Taschen, die direkt am Körper getragen wurden. In anderen Fällen nutzten sie das Gedränge oder lenkten ihre Opfer durch Anrempeln ab, um an die Beute zu gelangen.

Mehrere der jüngsten Taten ereigneten sich in der Fußgängerzone rund um die Frankfurter Straße. So bemerkte eine Frau am Samstag, 6. Juni, erst nach ihrem Einkaufsbummel, dass ihr Portemonnaie aus dem auf dem Rücken getragenen Rucksack gestohlen worden war. Da sie zuvor mehrere Geschäfte besucht hatte, lässt sich der genaue Tatort bislang nicht eingrenzen.

Am Dienstagnachmittag, 9. Juni, nutzten Unbekannte einen kurzen Moment der Unachtsamkeit am Aliceplatz aus und stahlen einer jungen Mutter die Geldbörse aus dem Kinderwagen. Ebenfalls aus einem Rucksack verschwand am Donnerstagmittag, 11. Juni, die Geldbörse einer Frau, die sich zuvor in verschiedenen Geschäften im Zentrum aufgehalten hatte.

Besonders geschickt gingen Täter am Freitag, 12. Juni, vor. Eine Frau besuchte an dem Morgen eine Arztpraxis in der Frankfurter Straße und nutzte den Fahrstuhl. Kurz nachdem sie diesen verlassen hatte, wurde sie von einer anderen Person auf ihren geöffneten Rucksack hingewiesen. Dabei stellte sie fest, dass ihre Geldbörse fehlte. Vor dem Betreten des Aufzugs hatte sie diese noch in ihrem Rucksack verstaut. Während der Fahrt befanden sich mehrere Personen im Fahrstuhl, von denen eine oder mehrere verantwortlich sein könnten.

Dass Taschendiebe nicht nur in Geschäften oder Menschenansammlungen aktiv sind, zeigen zudem zwei Fälle aus dem April. Zwei Frauen hatten sich am späten Nachmittag jeweils kurz auf Parkbänken am Marktplatz beziehungsweise in der Taunusstraße niedergelassen. Wenig später bemerkten sie das Fehlen ihrer Handtaschen.

Die Kriminalpolizei gibt deshalb gezielt Tipps, wie man es Taschendieben schwer machen kann: Handtaschen oder Rücksäcke sollten stets verschlossen und möglichst vor dem Körper getragen werden, insbesondere in Menschenmengen oder an belebten Orten. Geldbörsen und andere Wertgegenstände gehören in verschlossene Innentaschen. Taschen und Wertgegenstände sollten niemals unbeaufsichtigt bleiben. Außerdem sollte man aufmerksam sein, wenn man angerempelt oder in Gespräche verwickelt wird, und regelmäßig kontrollieren, ob sich die Wertsachen noch an ihrem Platz befinden.

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