Ein 49-jähriger Mann, der wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes angeklagt war, hat sich am Abend des 25. August 2026 in seiner Haftzelle in der Justizvollzugsanstalt Hof das Leben genommen. Der Mann hatte sich erhängt. Eine Fremdeinwirkung schloss die Polizei nach abgeschlossenen Ermittlungen aus.
Der 49-Jährige saß seit Anfang März 2026 in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Hof hatte am 24. August 2026, einen Tag vor seinem Tod, Anklage gegen ihn beim Landgericht Hof erhoben.
Der Mann war bis Dezember 2025 in einer führenden Funktion in einem Kinderheim in Wunsiedel tätig. Den Ermittlungen zufolge soll er einen sieben- bis neunjährigen Jungen im Zeitraum 2023 bis 2025 mehrfach sexuell missbraucht haben. Die Mutter des Kindes erstattete im Herbst 2025 Anzeige gegen den 49-Jährigen.
Bei Durchsuchungen im Dezember 2025 und Ende März 2026 an seiner Wohnung, an seiner Arbeitsstelle und an weiteren Orten stellte die Polizei eine Vielzahl an Beweismitteln sicher, darunter zahlreiche Datenträger. Die Ermittler entdeckten eine vierstellige Anzahl an Dateien mit kinder- und jugendpornographischen Inhalten. Der Tatverdächtige stand im Verdacht, eine dreistellige Anzahl dieser Dateien selbst hergestellt zu haben.
Eine Ermittlungskommission der Kriminalpolizei Hof mit Unterstützung weiterer oberfränkischer Dienststellen war unter Leitung der Staatsanwaltschaft Hof dem Fall nachgegangen. Die Ermittler vernahmen mehr als hundert Personen und werteten tausende digitale Spuren aus. Sie stellten fest, dass bereits vor der Festnahme mehrere mobile Endgeräte zurückgesetzt worden waren.
Die Anklage warf dem 49-Jährigen mehrere Delikte nach dem Sexualstrafrecht vor: mehrfacher schwerer sexueller Missbrauch und Vergewaltigung des Kindes sowie Besitz und Herstellung kinderpornografischer Inhalte.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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