Die Polizei des Rhein-Sieg-Kreises hat nach umfangreichen Ermittlungen vier mutmaßliche Mitglieder einer Betrügerbande festgenommen. Den 24 bis 26 Jahre alten Tatverdächtigen werden mehr als 20 Taten zwischen März und August 2026 zur Last gelegt. Der dabei entstandene Vermögensschaden beläuft sich auf rund 80.000 Euro.
Die Verdächtigen sollen sich als falsche Bankmitarbeiter ausgegeben und insbesondere ältere Menschen durch Telefonate dazu gebracht haben, ihre Bankkarten und PIN-Nummern herauszugeben. Die Taten ereigneten sich überwiegend im Rhein-Sieg-Kreis, aber auch in Bonn und Overath.
Das Kriminalkommissariat 2 führte die Ermittlungen in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Bonn sowie in Zusammenarbeit mit der Polizei Köln und Wuppertal. Im Zuge dieser Arbeit konnten alle vier Tatverdächtigen identifiziert und festgenommen werden. Ein 26-Jähriger wurde dabei in den Niederlanden festgenommen.
Alle festgenommenen Tatverdächtigen befinden sich in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen dauern an.
So schützen Sie sich vor Betrügern
Die Polizei empfiehlt: Geben Sie am Telefon keine Auskunft über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse oder andere sensible Daten und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf – das ist keinesfalls unhöflich und die einzige sichere Methode, um Betrüger abzuwimmeln. Öffnen Sie unbekannten Personen nicht die Tür, und ziehen Sie gegebenenfalls eine dritte Person hinzu, etwa Nachbarn, Freunde oder Verwandte. Übergeben Sie unbekannten Personen kein Geld oder Wertsachen.
Denken Sie daran: Bankmitarbeiter holen keine Bankkarten an der Haustür ab und fragen nicht telefonisch nach PIN-Nummern. Geben Sie Ihre PIN niemals an Dritte weiter.
Wie sich die Zahlen entwickelt haben
Gegenüber 2024 hat sich die Zahl der Betrugsfälle in Nordrhein-Westfalen um 4,6 Prozent verändert, sie ist gesunken. Gezählt wurden 2025 insgesamt 170.651 Fälle. Aufgeklärt wurden davon 59,1 Prozent, bundesweit 62,6 Prozent.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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