Telefonbetrüger im Landkreis Sömmerda: Zwei Schockanrufe an einem Tag

(Symbolbild)

Gleich zweimal haben Telefonbetrüger am Donnerstag im Landkreis Sömmerda versucht, mit erfundenen Notlagen an Geld zu gelangen. In beiden Fällen durchschauten die angerufenen Frauen die Masche und beendeten die Gespräche sofort.

Gegen 13:45 Uhr erhielt eine Frau in Ostramondra einen Anruf von einem Unbekannten, der behauptete, ihre Tochter habe einen Unfall gehabt. Der Anrufer gab sich als Verwandter aus und erkundigte sich dann nach vorhandenen Geldwerten. Die Frau erkannte den Betrugsversuch und legte auf.

Etwa eine Stunde später versuchte ein zweiter Betrüger sein Glück bei einer Frau in Altenbeichlingen. Er gab sich unter dem tatsächlichen Namen ihres Enkels aus und erzählte eine grausame Geschichte: Er habe demnach eine schwangere Frau überfahren, die liege nun im Koma, ihr ungeborenes Kind sei verstorben. Zusätzlich behauptete er, von der Polizei festgenommen worden zu sein. Auch diese Angerufene legte sofort auf.

In beiden Fällen kam es zu keiner Geldforderung und keinem finanziellen Schaden.

Die Polizei warnt ausdrücklich vor solchen Schockanrufen. Betrüger setzen dabei ihre Gesprächspartner mit erfundenen Notlagen von Angehörigen unter Druck, um sie zur Herausgabe von Bargeld oder Wertsachen zu bewegen.

So schützen Sie sich: Beenden Sie verdächtige Gespräche sofort. Überprüfen Sie anschließend die angebliche Notlage, indem Sie Ihre Angehörigen unter den Ihnen bekannten Telefonnummern selbst anrufen. Bedenken Sie: Polizei und Staatsanwaltschaft verlangen niemals telefonisch Auskünfte über Ihr Vermögen oder die Übergabe von Bargeld und Wertgegenständen. Geben Sie daher keine Auskunft über Ihre finanziellen Verhältnisse und übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Unbekannte. Im Zweifelsfall informieren Sie die Polizei über den Notruf 110.


Wie viele dieser Fälle aufgeklärt werden

Von 319 Betrugsfällen im Landkreis Sömmerda konnte die Polizei 2025 214 aufklären, das sind 67,1 Prozent. Damit steht unser Kreis besser als das Land, wo 55,1 Prozent der Fälle aufgeklärt wurden. Bundesweit waren es 62,6 Prozent.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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