Telefonbetrüger und Quishing-Masche: Polizei warnt Landkreis Leer

(Symbolbild)

Auf der Nordseeinsel Borkum und im Landkreis Leer sind Betrüger aktiv. Die Polizei warnt vor zwei verschiedenen Maschen, mit denen Kriminelle an Geld und persönliche Daten gelangen wollen.

Falsche Polizeibeamte am Telefon

Auf Borkum meldeten sich Betrüger bei zahlreichen Bürgern und gaben sich als Polizeibeamte aus. Sie berichteten von einer angeblichen Einbruchsserie auf der Insel. In den Gesprächen fragten die Täter gezielt nach Bargeld und Goldschmuck.

Die Betrüger behaupteten, dass es vermehrt zu Einbrüchen gekommen sei und ein mutmaßlicher Täter festgenommen worden sei. Bei diesem soll eine Liste mit weiteren möglichen Opfern gefunden worden sein. Mit dieser erfundenen Geschichte wollten die Anrufer ihre Gesprächspartner verunsichern und zur Herausgabe ihrer Wertsachen bewegen. Sie gaben vor, die Polizei wolle Bargeld und Schmuck in Verwahrung nehmen, um sie vor Einbrechern zu schützen.

Bei der Polizei sind mehrere Meldungen über solche Anrufe eingegangen. Nach bisherigem Kenntnisstand entstand aber kein finanzieller Schaden.

So schützen Sie sich vor Telefonbetrügern

Die Polizei macht klar: Echte Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte holen weder Bargeld noch Schmuck ab. Eine angebliche Festnahme oder eine Liste mit Einbruchszielen sind kein Grund, solchen Forderungen Glauben zu schenken.

Die Polizei rät: Beenden Sie verdächtige Telefonate sofort. Übergeben Sie niemals Bargeld, Schmuck oder andere Wertsachen an unbekannte Personen. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und ziehen Sie im Zweifel eine Vertrauensperson hinzu. Verständigen Sie bei verdächtigen Anrufen die Polizei über die Ihnen bekannte Telefonnummer oder im akuten Verdachtsfall über den Notruf 110.

Sprechen Sie auch mit Angehörigen, Freunden und Nachbarn über diese Betrugsmasche. Wer die Vorgehensweise kennt, kann einen Betrugsversuch leichter erkennen und verhindern, dass die Täter Erfolg haben.

Quishing: Betrüger nutzen QR-Codes

Im Zeitraum vom 13. Oktober bis zum 19. Oktober erhielten mehrere Kunden eines hiesigen Bankinstituts vermeintliche Anschreiben. Darin wurden sie aufgefordert, ihre persönlichen Daten mithilfe eines enthaltenen QR-Codes zu bestätigen.

Hinter dieser Vorgehensweise steckt sogenanntes Quishing – eine besondere Form des Phishings, bei der QR-Codes eingesetzt werden, um an persönliche Daten zu gelangen. Die Empfänger werden aufgefordert, den abgedruckten QR-Code mit ihrem Smartphone zu scannen. Dieser führt möglicherweise auf eine gefälschte Internetseite, die der offiziellen Webseite des jeweiligen Bankinstituts täuschend ähnlich sieht.

Auf dieser gefälschten Seite sollen die Betroffenen ihre persönlichen Daten, Zugangsdaten zum Onlinebanking oder weitere sensible Informationen eingeben. Die übermittelten Daten können anschließend von den Tätern missbräuchlich verwendet werden – etwa um unberechtigte Zugriffe auf Bankkonten zu ermöglichen oder betrügerische Transaktionen vorzubereiten.

Das Gefährliche an dieser Masche ist, dass QR-Codes auf den ersten Blick unverdächtig wirken und die tatsächliche Internetadresse vor dem Scannen oft nicht ohne Weiteres erkennbar ist. Durch die Nutzung des Smartphones können gefälschte Webseiten zudem schwerer zu erkennen sein.

Tipps gegen Quishing und Datendiebstahl

Die Polizei rät: Seien Sie misstrauisch gegenüber QR-Codes in unerwarteten Anschreiben, insbesondere wenn Sie zur Bestätigung persönlicher oder finanzieller Daten aufgefordert werden. Prüfen Sie den Absender und kontrollieren Sie, ob das Schreiben tatsächlich von dem angegebenen Bankinstitut stammt. Wenden Sie sich im Zweifel über die Ihnen bekannte Telefonnummer an Ihre Bank.

Prüfen Sie vor dem Öffnen einer Webseite die angezeigte URL. Achten Sie auf ungewöhnliche oder abweichende Internetadressen. Geben Sie keine Zugangsdaten zum Onlinebanking, PINs, TANs oder sonstige vertrauliche Informationen über Links oder Webseiten preis, deren Echtheit Sie nicht überprüfen können.

Rufen Sie die Webseite Ihrer Bank direkt über die bekannte Internetadresse auf oder verwenden Sie die offizielle Banking-App. Sollten Sie bereits Daten eingegeben oder einen finanziellen Schaden erlitten haben, kontaktieren Sie unverzüglich Ihre Bank, lassen Sie gegebenenfalls den Onlinebanking-Zugang sperren und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

Hinweise können an die Polizei Leer unter 0491-976900 oder die Polizei Emden unter 04921-8910 gegeben werden. Auch die Polizeistationen in Borkum, Bunde, Filsum, Hesel, Jemgum, Moormerland, Ostrhauderfehn, Rhauderfehn, Uplengen, Weener und Westoverledingen nehmen Hinweise entgegen.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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