Telefonbetrüger versuchen im Rhein-Erft-Kreis drei Senioren zu täuschen

Im Rhein-Erft-Kreis sind am Mittwoch drei Senioren beinahe Opfer von Telefonbetrügern geworden. Die Frauen durchschauten jedoch die Betrugsversuche und erstatteten Anzeige bei der Polizei.

Gegen 10 Uhr erhielt eine Frechenerin einen Anruf eines angeblichen Polizisten aus Köln. Der Betrüger sprach von Einbrüchen in der Nähe ihrer Wohnung und forderte sie auf, zur Sicherheit Fenster und Türen zu schließen. Die Seniorin wurde sofort misstrauisch und legte auf.

Zur gleichen Zeit klingelte das Telefon bei einer Seniorin aus Kerpen. Die Anrufer berichteten von einem Brand in der Nähe, mehrere Tatverdächtige seien noch flüchtig. Sie sorgten sich angeblich um die Wertsachen der Dame und fragten nach Bargeld und Schmuck. Als die Betrüger erfuhren, dass die Tochter in der Nähe wohnt, gaben sie an, ihr Anliegen habe sich erledigt und legten auf.

Gegen 15.30 Uhr erhielt eine weitere Frechenerin einen Schockanruf von einem angeblichen Arzt aus einem Krankenhaus. Er behauptete, ein Familienmitglied habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht und zur Beendigung der Untersuchungshaft sei die Zahlung einer Kaution notwendig. Alternativ zu Bargeld könne die Kaution auch mit Münzen, Schmuck oder sonstigen Wertgegenständen bezahlt werden. Als ein Familienmitglied das Telefongespräch übernahm und den Betrüger konfrontierte, legte dieser auf.

Die Polizei rät, keine Informationen zu Wertgegenständen, Bargeldbeständen oder Bankkonten an Anrufer herauszugeben. Polizistinnen und Polizisten, Staatsanwälte und andere Amtsträger verlangen niemals die Herausgabe von Bargeld oder Wertgegenständen. Man solle sich nicht unter Druck setzen lassen, auflegen und die Behörde kontaktieren, von der die angebliche Amtsperson kommt. Die Polizei bittet darum, derartige Vorfälle unter der Notrufnummer 110 zu melden.

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