Im Bergischen Land häufen sich in den vergangenen Wochen erneut Betrugsfälle, bei denen gezielt ältere Menschen um teils erhebliche Summen gebracht werden. Die Masche ist dabei immer die gleiche: Betrüger rufen ihre Opfer an und geben sich als Polizeibeamte, vermeintliche Enkel, Bankmitarbeiter oder Staatsanwälte aus.
Mit erfundenen Geschichten über tödliche Unfälle, Einbruchserien in der unmittelbaren Nachbarschaft oder drohende Bankraube versetzen die Täter ihre Opfer unter psychologischen Druck – teils über Stunden hinweg. Das Ziel: Die Seniorinnen und Senioren sollen Bargeld, Gold oder Schmuck übergeben. Erst im Nachgang bemerken die Betroffenen, dass sie Betrügern aufgesessen sind.
Die Polizei Wuppertal weist daher erneut auf ihre Präventionskampagne „Gut Aufgelegt! Telefonbetrug kann jeden treffen“ hin und gibt konkrete Verhaltensregeln an die Hand.
Das wichtigste: Wer angerufen wird und sich unsicher fühlt, sollte das Gespräch sofort beenden und selbstständig die Polizei unter 110 anrufen – nicht die Nummer zurückwählen, die der Anrufer genannt hat. Denn eines ist sicher: Die echte Polizei initiiert niemals selbst einen Anruf über die Notrufnummer 110.
Weitere Schutzmechanismen: Geben Sie am Telefon niemals Auskunft über persönliche oder finanzielle Verhältnisse. Wenn Ihnen ein Anrufer eine beunruhigende Geschichte erzählt und Geld fordert, sprechen Sie nicht mit dem Unbekannten – sondern überprüfen Sie die Geschichte direkt bei Ihren echten Angehörigen oder einer Vertrauensperson. Seien Sie misstrauisch.
Ein weiteres Erkennungsmerkmal für Betrug: Die Polizei nimmt niemals Geld, Schmuck oder andere Wertgegenstände entgegen – weder als Kaution noch in anderer Form. Das machen ausschließlich Betrüger.
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