Telefonbetrug in Werbach: Falscher Polizist ergaunert Schmuck und Bargeld von Seniorin

Symbolbild Seniorin am Telefon

Im Main-Tauber-Kreis hat ein Betrüger, der sich am Telefon als Polizeibeamter ausgab, einer Seniorin in Werbach Bargeld und Schmuck gestohlen. Daneben brachen Unbekannte in einen Holzbaubetrieb in Großrinderfeld-Gerchsheim ein und stahlen Arbeitsgeräte im Wert von rund 18.000 Euro. Bei Geschwindigkeitskontrollen auf der Kreisstraße 2824 nahe Wertheim zog die Polizei außerdem einen Autofahrer aus dem Verkehr, der mit mehr als doppelt erlaubter Geschwindigkeit unterwegs war.

Falscher Polizist erschleicht sich Einlass und nimmt Wertsachen mit

Am Donnerstagnachmittag meldete sich ein unbekannter Mann gegen 15 Uhr bei der Seniorin in Werbach telefonisch und gab sich als Polizeibeamter aus. Er behauptete, in der Nähe der Frau sei eine Einbrecherbande aktiv. Kurz darauf erschien tatsächlich jemand an ihrer Wohnungstür, nannte ein zuvor vereinbartes Kennwort und erklärte, ihre Wertsachen zur Sicherung mitnehmen zu müssen. Die Frau übergab daraufhin Bargeld und Schmuck. Anschließend verließ der Mann die Wohnung und ist seitdem verschwunden.

Die Polizei beschreibt den Mann, der die Wertsachen abgeholt hat, folgendermaßen: männlich, etwa 20 bis 25 Jahre alt, rund 1,75 Meter groß, schlank, mit kurzen dunklen Haaren und gepflegtem Erscheinungsbild. Er sprach gutes Deutsch mit ausländischem Akzent und trug dunkle Kleidung. Leute, denen am Donnerstagnachmittag in der Friedleinstraße in Werbach etwas Verdächtiges aufgefallen ist, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Tauberbischofsheim unter der Telefonnummer 09341 810 zu melden.

Warnung: So schützen Sie sich vor dem Trick mit dem falschen Polizisten

Die Polizei warnt ausdrücklich vor dieser Betrugsmasche, die sich vor allem gegen ältere Menschen richtet. Betrüger geben sich dabei als Polizisten, Staatsanwälte oder andere Amtspersonen aus und behaupten, Einbrecher seien in der Nähe oder das Vermögen der Angerufenen sei in Gefahr. Wichtig zu wissen: Die Polizei fordert niemals Bargeld, Schmuck oder Wertsachen zur Sicherung oder Verwahrung an. Solche Forderungen sind stets ein klares Warnsignal für einen Betrugsversuch.

Die Polizei empfiehlt: Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer als Polizeibeamte ausgeben und nach Ihrem Vermögen fragen. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen — Betrüger versuchen oft, Angst zu erzeugen und schnelles Handeln zu erzwingen. Beenden Sie das Gespräch sofort, wenn Ihnen etwas verdächtig erscheint. Rufen Sie die Polizei selbst unter dem Notruf 110 an, um Angaben zu überprüfen — nutzen Sie dabei nicht die Rückruffunktion Ihres Telefons, sondern wählen Sie die Nummer selbst. Geben Sie keine persönlichen Daten, Kontoinformationen oder Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse preis. Sprechen Sie mit Angehörigen oder Vertrauenspersonen, bevor Sie Entscheidungen treffen oder Geld übergeben. Wer einen solchen Anruf erhalten hat oder Opfer geworden ist, soll die Polizei umgehend unter 110 informieren. Die Polizei bittet außerdem darum, ältere Familienmitglieder und Nachbarn vor dieser Masche zu warnen.

Einbruch in Holzbaubetrieb: Werkzeuge im Wert von 18.000 Euro gestohlen

Zwischen Samstag, 17 Uhr, und Donnerstag, 8.30 Uhr, drangen Unbekannte in einen Holzbaubetrieb in der Würzburger Straße in Gerchsheim ein und stahlen mehrere hochwertige Arbeitsgeräte. Entwendet wurden unter anderem eine Kervenfräse, eine Handkreissäge, eine Kettensäge sowie eine Handbandsäge. Der Schaden beläuft sich auf rund 18.000 Euro. Hinweise nimmt das Polizeirevier Tauberbischofsheim ebenfalls unter der Telefonnummer 09341 810 entgegen.

Geschwindigkeitskontrolle: Mercedesfahrer mit 107 km/h bei erlaubten 50 km/h geblitzt

Am Donnerstagmorgen führte das Polizeirevier Wertheim Geschwindigkeitsmessungen an der Kreisstraße 2824 an der Kreuzung Höhefeld/Kembach Richtung Tauberbischofsheim durch. An dieser Stelle gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Sieben Fahrerinnen und Fahrer überschritten diese Grenze. Besonders auffällig: Ein 50-jähriger Mercedesfahrer wurde mit 107 km/h gemessen und muss nun mit einem Fahrverbot rechnen.

(Dieser Artikel entstand mit KI-Unterstützung und wurde redaktionell überarbeitet und kontrolliert von: Thomas Schneider)

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