Thüringen: Regennasse Autobahnen – Karambolage-Serie mit über 148.000 Euro Schaden

(Symbolbild)

Regenfälle haben am Mittwochmorgen, 1. Juli 2026, auf Thüringens Bundesautobahnen zu einer Serie von Verkehrsunfällen geführt. Zwischen 05:30 Uhr und 09:10 Uhr registrierte die Polizei mindestens sechs Unfälle, bei denen Fahrer mit nicht angepasster Geschwindigkeit die Kontrolle über ihre Fahrzeuge verloren.

Den Anfang machte ein Opel-Fahrer auf der A4 in Fahrtrichtung Dresden. Gegen 05:30 Uhr kam er zwischen Eisenach-West und Eisenach-Ost bei Starkregen nach links von der Fahrbahn ab, kollidierte mit der Betongleitwand und wurde von dieser nach rechts über die dreispurige Fahrbahn geschleudert. Das Fahrzeug kam auf dem Standstreifen und teilweise auf dem rechten Fahrstreifen zum Stehen. Der Sachschaden: etwa 5.000 Euro.

Rund 45 Minuten später ereignete sich auf der A73 in Fahrtrichtung Suhl zwischen den Anschlussstellen Eisfeld-Nord und Schleusingen der schwerste Unfall der Serie. Ein 41-jähriger Fahrer eines Leapmotor versuchte, einen vorausfahrenden Pkw zu überholen. Aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit kam er nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte über eine Länge von etwa 50 Metern gegen den angrenzenden Wildschutzzaun. Von diesem wurde das Fahrzeug zurück auf die Fahrbahn geschleudert, überschlug sich und kam entgegen der Fahrtrichtung auf der rechten Fahrzeugseite zum Liegen. Der 41-Jährige erlitt leichte Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der Schaden: circa 45.000 Euro. Die Polizei sperrte die Fahrbahn für etwa eine Stunde.

Kurz darauf, gegen 07:20 Uhr, ereignete sich auf der A4 zwischen Weimar und Apolda in Fahrtrichtung Dresden der nächste Unfall. Ein Skoda-Fahrer geriet mit nicht angepasster Geschwindigkeit auf dem mittleren Fahrstreifen ins Schleudern, wechselte unkontrolliert in den linken Fahrstreifen und kollidierte seitlich mit einem Ford. Der Skoda-Fahrer verletzte sich leicht und kam in ein Krankenhaus. Sachschaden: etwa 8.000 Euro.

Auf der A9 in Fahrtrichtung Berlin passierte gegen 07:50 Uhr zwischen Dittersdorf und Triptis der nächste Unfall. Ein Skoda-Fahrer wollte auf den linken Fahrstreifen wechseln und geriet aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit ins Schleudern. Er kollidierte mit einem Peugeot im mittleren Fahrstreifen. Sachschaden: etwa 15.000 Euro.

Zur gleichen Zeit – gegen 07:50 Uhr – ereignete sich auf der A9 in Fahrtrichtung München zwischen Schleiz und Bad Lobenstein ein weiterer Unfall. Ein Mercedes-Transporter-Fahrer verlor bei Starkregen die Kontrolle, kam nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Mittelschutzplanke. Das Fahrzeug blieb auf dem linken Fahrstreifen stehen. Die Polizei sperrte die Autobahn für etwa 30 Minuten, bis die freiwillige Feuerwehr den Transporter auf den Standstreifen brachte. Sachschaden: circa 25.000 Euro.

Der letzte Unfall der Serie ereignete sich gegen 09:10 Uhr auf der A9 in Fahrtrichtung Berlin zwischen Triptis und Lederhose. Ein Mercedes-Fahrer kam aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit nach links von der Fahrbahn ab, kollidierte mit der Mittelschutzleitplanke und wurde über alle drei Fahrstreifen geschleudert. Das Fahrzeug durchbrach daraufhin einen Wildschutzzaun. Sachschaden: etwa 50.000 Euro.

Insgesamt beziffert die Autobahnpolizeiinspektion Thüringen den Gesamtschaden auf etwa 148.000 Euro. Verletzungen gab es nur bei zwei Fahrern, die mit leichten Blessuren davonkamen. Alle sechs Unfälle führte die Polizei auf die regennasse Fahrbahn und nicht angepasste Geschwindigkeiten zurück.

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