Thüringen startet Großkontrolle gegen Ablenkung am Steuer

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Die Thüringer Polizei setzt in der kommenden Woche ein deutliches Zeichen gegen Handynutzung beim Autofahren. Vom 5. bis 11. Oktober 2026 beteiligt sich der Freistaat an der europaweiten ROADPOL-Aktion „Focus on the Road“. Mehr als 200 Beamtinnen und Beamte sind an über 100 Kontrollstellen im gesamten Land im Einsatz und konzentrieren sich dabei insbesondere auf Verkehrsteilnehmende, die sich durch Smartphones oder andere elektronische Geräte ablenken lassen.

Das Thema ist alarmierend: Im Jahr 2024 kamen laut Statistischem Bundesamt 106 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, weil die fahrende Person abgelenkt war. Die tatsächliche Zahl liegt vermutlich noch höher, da Ablenkung am Steuer schwer nachzuweisen ist.

Die Statistik zeigt ein besorgniserregendes Verhalten: Fast ein Drittel der Smartphone-Nutzerinnen und Nutzer liest am Steuer Textnachrichten, rund 26 Prozent verfassen sogar selbst welche. Eine Studie der Allianz aus dem Jahr 2023 belegt, dass das Bedienen moderner Technik beim Autofahren das Unfallrisiko um 50 Prozent erhöht. Besonders gefährdet sind junge Fahrerinnen und Fahrer im Alter von 18 bis 24 Jahren.

Auch der Deutsche Verkehrssicherheitsrat widmet sich dem Thema im Rahmen seiner Kampagne „Runter vom Gas“. Manfred Wirsch, Präsident des DVR, verdeutlicht die Dringlichkeit: „Jedes Leben ist wichtiger als eine kurze Nachricht. Das Bedienen des Mobiltelefons und das Führen eines Fahrzeugs passen nicht zusammen, da das komplexe Verkehrsgeschehen keine Fehler oder Unaufmerksamkeit verzeiht. Dabei bieten Smartphones selbst längst die Lösung: Wer vor der Fahrt den Fahrmodus aktiviert, schützt sich und andere – und kann sich voll auf das konzentrieren, was zählt.“

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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