Das Fußball-Thüringenderby zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und dem FC Rot-Weiß Erfurt am 9. August 2026 um 14:00 Uhr ist aus Sicht der Bundespolizei weitgehend ohne größere Zwischenfälle an den Bahnhöfen verlaufen. Etwa 700 Erfurter Fans und rund 750 Jenaer Anhänger nutzten am Sonntagvormittag die Regionalverbindungen, um zum Spielort zu reisen.
Für diese sogenannte Risikopaarung hatten Bundespolizei und Jenaer Landespolizei einen umfangreichen Einsatz vorbereitet. Die verstärkte Bundespolizeiinspektion Erfurt trennte die rivalisierenden Fangruppen an den Bahnhöfen Jena Paradies und Jena West konsequent voneinander. Nach Angaben der Bundespolizei blieb es dabei lediglich bei verbalen Auseinandersetzungen zwischen den Fanlagern.
Ein Vorfall ereignete sich am Bahnhof Weimar während der Hinreise: Zwei Erfurter Fans versuchten, einem Grüppchen Jenaer Fanzubehör zu entwenden. Bundespolizisten stoppten den Diebstahlversuch. Im Anschluss warf ein 22-jähriger Erfurter Fan eine Flasche in Richtung der Jenaer Anhänger. Der Deutsche wurde identifiziert. Gegen ihn wird wegen versuchten Raubs und gefährlicher Körperverletzung ermittelt.
In den speziell für Heim- und Gästefans eingesetzten Schwerpunktzügen am Vormittag und Nachmittag verzeichnete die Bundespolizei keine Sachbeschädigungen. Gegen 19:00 Uhr waren nahezu alle Fußballfans in ihren Zielbahnhöfen angekommen.
Die Bundesbereitschaftspolizei unterstützte den Einsatz, die Landespolizeiinspektion Jena koordinierte ihre Maßnahmen eng ab. Durch diese abgestimmte Zusammenarbeit gelang es den Behörden, direkte Aufeinandertreffen rivalisierender Fangruppen an bahnseitigen Schnittstellen und Unterwegsbahnhöfen zu unterbinden. Die Schwerpunktzüge wurden begleitet, um auch unbeteiligten Reisenden ein sicheres Reiseerlebnis zu gewährleisten.
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