Tödliche Auseinandersetzung in Essen: 56-Jähriger stirbt, zwei Mordkommissionen ermitteln

(Symbolbild)

In Essen-Rüttenscheid ist ein 56-Jähriger nach einer Auseinandersetzung auf einem Parkplatz an der Giradetstraße gestorben. Der Vorfall ereignete sich am frühen Morgen des 5. Juli im Rahmen einer Veranstaltung. Bei der körperlichen Konfrontation zwischen mehreren Personen erlitten insgesamt drei Menschen Stichverletzungen. Der 56-Jährige starb noch am Einsatzort.

Ein 46-Jähriger wurde unmittelbar nach der Tat festgenommen und geriet selbst ins Visier der Ermittler als Tatverdächtiger. Doch im Laufe der Ermittlungen kam es zu einer Wendung: Weitere Hinweise deuteten darauf hin, dass nach der Gewalttat des 46-Jährigen eine zweite Straftat folgte. Bei dieser wurde der 46-Jährige selbst schwer verletzt. Aufgrund des Verletzungsbildes und der Umstände dieser zweiten Tat richtete die Polizei eine weitere Mordkommission ein.

Diese Ermittlungen führten zur Identifizierung eines 50-jährigen Duissburgers als zweiter Tatverdächtiger. Das Amtsgericht Essen erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Untersuchungshaftbefehl gegen ihn. Der 50-Jährige wurde am Freitagmorgen des 10. Juli festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln gegen ihn wegen versuchten Totschlags.

Eine Richtigstellung der Polizei betrifft die Rolle des Getöteten: Entgegen erster Erkenntnisse war der 56-Jährige zur Tatzeit nicht als Sicherheitsmitarbeiter tätig. Er nahm vielmehr selbst als Gast an der Veranstaltung teil.

Die Mordkommissionen der Polizei Essen setzen ihre Ermittlungen fort.

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