Tödlicher Unfall bei Göttingen: 36-jähriger Radfahrer stirbt nach Zusammenstoß mit Kleintransporter

(Symbolbild)

Ein 36-jähriger Fahrradfahrer ist am Freitagabend bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Landesstraße 568 zwischen Friedland und Groß Schneen im Landkreis Göttingen ums Leben gekommen. Sein 12-jähriger Sohn, der gemeinsam mit ihm unterwegs war, erlitt leichte Verletzungen.

Vater und Sohn fuhren gegen 20.10 Uhr mit ihren Fahrrädern auf der L 568 aus Richtung Friedland in Richtung Groß Schneen. Kurz vor dem Ortseingang Groß Schneen fuhr ein in gleicher Richtung fahrender Kleintransporter nach bisherigem Ermittlungsstand von hinten auf den 36-Jährigen auf. Bei dem Fahrer des Transporters handelt es sich um einen 33-jährigen Mann aus dem Landkreis Göttingen.

Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurde der 36-Jährige von seinem Fahrrad geschleudert und kam schwerstverletzt im angrenzenden Straßengraben zum Liegen. Ersthelfer leiteten sofort Reanimationsmaßnahmen ein. Der Mann wurde später in die Universitätsmedizin Göttingen gebracht, wo er noch am Abend seinen schweren Verletzungen erlag.

Der 12-jährige Sohn des Verstorbenen stürzte infolge des Unfallgeschehens ebenfalls mit seinem Fahrrad. Er wurde vor Ort medizinisch untersucht und nach bisherigen Erkenntnissen leicht verletzt. Angehörige und Beteiligte wurden durch Notfallseelsorger betreut.

Im Rahmen der Unfallaufnahme ergaben sich Hinweise auf eine mögliche Alkoholisierung des Fahrers des Kleintransporters. Dem Mann wurde eine Blutprobe entnommen. Zudem stellte die Polizei sein Smartphone sicher.

An dem Einsatz waren drei Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug sowie der Rettungshubschrauber Christoph 44 beteiligt. Außerdem waren Einsatzkräfte der Feuerwehren Groß Schneen, Niedernjesa/Stockhausen und Ballenhausen sowie Helfer des THW Göttingen vor Ort. Sie unterstützten bei der Absperrung der Unfallstelle, der Ausleuchtung des Bereichs für die Unfallaufnahme und die Arbeit des Gutachters sowie bei der Reinigung der Fahrbahn.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde ein Sachverständiger zur Unfallstelle hinzugezogen. Zur beweissicheren Dokumentation des Unfallortes setzte die Polizei das sogenannte Photoscan-Verfahren ein. Mit diesem Verfahren lassen sich Unfallstellen bildgestützt erfassen und später maßstabsgetreu auswerten.

Die L 568 war zwischen Friedland und Groß Schneen während des Rettungseinsatzes und der Unfallaufnahme mehrere Stunden voll gesperrt. Gegen 01.00 Uhr konnte die Fahrbahn wieder freigegeben werden. Die Ursache für den Zusammenstoß ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

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