Torsten Krückemeier übernimmt am 21. Oktober das Polizeipräsidium Südosthessen. Der 47-Jährige erhielt seine Ernennungsurkunde von Innenminister Roman Poseck in Wiesbaden. Er folgt auf Daniel Muth, der seit Dezember 2025 LKA-Präsident ist.
Krückemeier war bislang Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Mittelhessen. In dieser Position leitete er die Behörde drei Jahre lang und bewältigte mehrere außergewöhnliche Situationen. Dazu gehörten der Großeinsatz zur Gründung der AfD-Jugendorganisation Ende November 2025 in Gießen und die Durchführung des Hessentags 2025 in Bad Vilbel. Seit 2024 setzte er zudem die Innenstadtoffensive um, die die Sicherheit in den Zentren der Region stärken soll.
Seine Bilanz in Mittelhessen spricht für sich: Im Jahr 2025 registrierte das Polizeipräsidium dort 47.648 Straftaten — 991 Fälle weniger als im Vorjahr, was einem Rückgang von etwa zwei Prozent entspricht. Dies ist bereits das dritte Jahr in Folge mit sinkenden Fallzahlen. Die Aufklärungsquote stieg leicht auf 62,7 Prozent. Die Häufigkeitszahl lag bei 4.425 Straftaten je 100.000 Einwohner und damit deutlich unter dem Landeswert von 6.002 Straftaten je 100.000 Einwohner.
„Torsten Krückemeier hat sein Können und seine Führungsqualitäten auf vielen Stationen eindrucksvoll unter Beweis gestellt“, sagte Innenminister Poseck. Er sei der jüngste Polizeipräsident des Landes und könne dennoch bereits auf 28 Jahre Polizeierfahrung zurückgreifen.
Der 1979 in Brilon geborene Krückemeier trat 1998 in die hessische Polizei ein. Nach seiner Ausbildung und verschiedenen Einsätzen bei der Bereitschaftspolizei wechselte er 2009 zur saarländischen Polizei. Von 2011 bis 2013 absolvierte er dort die Ausbildung für den höheren Dienst. Im August 2015 kehrte er nach Hessen zurück und wurde Leiter der Führungsgruppe der Polizeidirektion Main-Kinzig, ab November 2015 auch deren stellvertretender Leiter.
Von 2018 bis 2022 arbeitete Krückemeier im Innenministerium, zunächst als Referent im Referat „Einsatz“ und stellvertretender Leiter des Lagezentrums. Ab Mai 2019 leitete er für eineinhalb Jahre kommissarisch das Referat „Versammlungsrecht, Vereinsrecht, Verfassungsschutz“. Danach war er Leiter der Stabsstelle „hessenWARN/KOMPASS“ und Referent im Abteilungsstab des Landespolizeipräsidiums. Zum 1. Januar 2023 wurde er zum Polizeivizepräsidenten des Polizeipräsidiums Mittelhessen ernannt. Seit dem 1. September 2023 ist er Polizeipräsident dieser Behörde.
Das Polizeipräsidium Südosthessen mit Sitz in Offenbach am Main beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es ist zuständig für die Städte Offenbach und Hanau sowie den Landkreis Offenbach und den Main-Kinzig-Kreis.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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