Trickbetrüger erbeuten vierstelligen Betrag von 78-Jährigem in Essen-Horst

(Symbolbild)

Betrüger, die sich als Bankmitarbeiter ausgaben, haben am Donnerstag, 25. Juni, einen Senior in Essen-Horst um einen vierstelligen Bargeld-Betrag gebracht. Der 78-Jährige fiel in der Carl-Wolf-Straße auf eine perfide Masche herein, die mehrere Anrufe und eine fingierte Messenger-Kommunikation umfasste.

Den Anfang machte gegen 12 Uhr ein Anrufer, der dem Mann vorwarf, seine Kredite nicht zu zahlen. Der Senior legte auf – doch knapp eine Stunde später meldete sich ein vermeintlicher Bankmitarbeiter. Dieser drängte den 78-Jährigen massiv zum Überweisen von Geld und kündigte an, dass bald ein Mitarbeiter der Bundesbank anrufen würde. Dafür sollte sich der Senior eine Messenger-App herunterladen.

Über diese App kontaktierte der vermeintliche Bundesbank-Mitarbeiter den Senior und schickte ihm eine Kopie eines Ausweises – angeblich zur Legitimation. Dann kam die entscheidende Lüge: Ein krimineller Mitarbeiter der Bank würde Kundengelder auf sein eigenes Konto überweisen. Um das zu unterbinden, sollte der 78-Jährige Geld von seinem Konto abheben und an einem vereinbarten Ort vor einer Bank in der Lindenallee übergeben.

Der Senior folgte den Anweisungen. Danach forderten die Betrüger ihn erneut auf, Geld auf ein anderes Konto zu überweisen – auch dieser Aufforderung kam er nach. Erst als weitere Anrufe folgten, wurde der Mann skeptisch. Am nächsten Tag ignorierte er die Betrüger und erstattete Anzeige bei der Polizei.

Die Polizei Essen warnt vor dieser weit verbreiteten Betrugsmasche und gibt folgende Tipps: Seien Sie misstrauisch bei Anrufen von Unbekannten, Nachrichten aufs Handy oder an der Haustür – geben Sie niemals Details zu familiären oder finanziellen Verhältnissen preis. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und überprüfen Sie Angaben, indem Sie Ihren Bankberater unter einer Ihnen bekannten Nummer anrufen. Wichtig: Übergeben Sie niemals Geld, Bankkarten, PIN-Codes, Wertsachen, Kontonummern oder Zugangsdaten an unbekannte Personen.

Trotz regelmäßiger Präventionsmaßnahmen gelingt es Trickbetrügern immer wieder, die Gutgläubigkeit älterer Menschen auszunutzen. Die Polizei bittet Bürger, Verwandte und Bekannte über solche Betrügereien aufzuklären und ihnen Verhaltenshinweise zu geben.

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