Ein Mann hat sich am Dienstag, 8. September 2026, unter dem Vorwand von Wartungsarbeiten Zutritt zur Wohnung einer Seniorin in der Göttinger Ludwig-Beck-Straße verschafft und eine Goldkette gestohlen. Die Polizei Göttingen ermittelt wegen Trickdiebstahls.
Gegen 13.45 Uhr klingelte der Unbekannte an der Wohnungstür. Er behauptete, zuvor bei einer Nachbarin Arbeiten durchgeführt zu haben und nun auch in ihrer Wohnung die Wasserleitungen überprüfen zu müssen. Die Seniorin ließ ihn herein.
Im Badezimmer drehte der Mann den Wasserhahn auf und forderte die Frau auf, die Dusche einzuschalten und die Temperatur wiederholt zu verändern. Danach verließ er das Bad mit der Begründung, auch die Leitungen in den übrigen Räumen kontrollieren zu müssen. Als seine Anweisungen plötzlich ausblieben, sah die Seniorin nach und bemerkte, dass der Mann die Wohnung bereits unbemerkt verlassen hatte.
Kurz darauf entdeckte sie Schäden in ihrer Wohnung: Im Schlafzimmer waren die Türen ihres Kleiderschranks geöffnet worden, eine auf einer Anrichte abgelegte schmale Goldkette fehlte. Im Arbeitszimmer war zudem ein Schreibtischfach geöffnet worden. Der Wert der gestohlenen Kette steht noch nicht fest.
Der Täter wird als etwa 20 bis 30 Jahre alt und mindestens 1,75 Meter groß beschrieben. Er wirkte sehr schlank, hatte helle Haut, kurze hellblonde Haare, keinen Bart und keine Brille. Bekleidet war er mit blauer Jeans und einem braunen oder beigefarbenen T-Shirt ohne Aufschrift. Er sprach Hochdeutsch ohne erkennbaren Dialekt und trat nach Angaben der Geschädigten forsch, zugleich aber sympathisch auf.
Die Polizei Göttingen sucht Zeuginnen und Zeugen, die den beschriebenen Mann am Dienstag zwischen etwa 13.30 und 14.15 Uhr im Bereich der Ludwig-Beck-Straße beobachtet haben. Von Interesse ist auch, ob er an weiteren Wohnhäusern unter dem Vorwand angeblicher Arbeiten an Wasserleitungen geklingelt hat oder ein Fahrzeug benutzt haben könnte. Hinweise nimmt die Polizei Göttingen unter der Telefonnummer 0551/491-2115 entgegen.
Warnung vor falschen Handwerkern
Die Polizei warnt vor sogenannten falschen Handwerkern, die glaubhaft klingende Vorwände nutzen, um in Wohnungen zu gelangen und die Bewohner anschließend abzulenken. Polizeihauptkommissar Marko Otte, Beauftragter für Kriminalprävention der Polizeiinspektion Göttingen, rät insbesondere älteren Menschen, unangekündigte Handwerker grundsätzlich nicht hereinzulassen.
Wer behauptet, wegen eines Wasserrohrbruchs oder anderer dringender Arbeiten in die Wohnung zu müssen, sollte vor der geschlossenen Tür warten. Ob tatsächlich Arbeiten veranlasst wurden, lässt sich bei Hausverwaltung, Hausmeister oder Versorgungsunternehmen über eine selbst bekannte oder recherchierte Telefonnummer überprüfen.
Grundsätzlich sollten Bewohner unbekannte Personen nicht in die Wohnung lassen, sich nicht unter Druck setzen lassen und im Zweifel Angehörige, Nachbarn oder andere Vertrauenspersonen hinzuziehen. Bei verdächtigen Beobachtungen sollte unmittelbar die Polizei über den Notruf 110 verständigt werden.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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