Bei einer Ausbildungskontrolle auf der Mühlheimer Straße in Offenbach haben Polizeianwärter gemeinsam mit erfahrenen Beamten am Dienstagvormittag über 3.200 Fahrzeuge gemessen und dabei mehrere Straftaten aufgedeckt. Die Geschwindigkeitsmessung mit Anhaltekontrollen fand zwischen 8.30 und 12.30 Uhr im Bereich des Neuen Friedhofs statt.
Angehende Polizeikommissarinnen und Polizeikommissare führten die Kontrolle gemeinsam mit der Aus- und Fortbildungseinheit der Bereitschaftspolizeidirektion Südost sowie dem Sachgebiet Verkehrsüberwachung der Verkehrsinspektion durch. Hintergrund war die praktische Anwendung zuvor im Studium erworbener Kenntnisse durch die Polizeianwärter im fachpraktischen Semester.
Von den 3.252 gemessenen Fahrzeugen stellten die Kontrollkräfte bei erlaubten 50 km/h insgesamt 81 Geschwindigkeitsverstöße fest. Das entspricht einer Verstoßquote von rund 2,4 Prozent – mehr als 97 Prozent der Verkehrsteilnehmer hielten sich an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit. 31 Autofahrer wurden wegen Geschwindigkeitsverstößen direkt angehalten und kontrolliert, weitere 36 Fahrzeuge wurden verdachtsunabhängig kontrolliert.
Die Beamten deckten mehrere Straftaten auf: Ein 21-jähriger Autofahrer steht im Verdacht, unter Kokaineinfluss gefahren zu sein und musste eine Blutprobe abgeben. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Zwei weitere Fahrer müssen sich wegen Verstößen gegen das Kraftfahrzeugsteuergesetz verantworten. Ihre Fahrzeuge waren mit polnischen beziehungsweise spanischen Kennzeichen zugelassen, obwohl sie nach Erkenntnissen der Polizei regelmäßig in Deutschland stehen. Damit wäre eine deutsche Zulassung erforderlich gewesen. Die Kennzeichen wurden sichergestellt, die Weiterfahrt untersagt.
Ein weiterer Fahrer geriet ins Visier, weil für sein Fahrzeug offenbar kein gültiger Versicherungsschutz mehr bestand. Auch gegen ihn wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Insgesamt erhoben die Polizisten vor Ort Buß- und Verwarnungsgelder in Höhe von über 1.000 Euro.
Die Polizei kündigt an, auch künftig gezielte Verkehrs- und Ausbildungskontrollen durchzuführen. Diese dienen sowohl der praktischen Ausbildung des Polizeinachwuchses als auch der Erhöhung der Verkehrssicherheit.