Die Ukraine fordert ihre internationalen Partner auf, ein Abkommen mit Russland zu sichern, das die Zerstörung kritischer Infrastruktur beenden soll. Das erklärte Präsident Wolodymyr Selenskyj am Montag. Besonders gefährdet seien Lebensmittel, Energie und andere lebenswichtige Güter, da russische Angriffe hauptsächlich gegen diese gerichtet seien.
Selenskyj äußerte allerdings erhebliche Zweifel daran, dass Russland bereit sei, sich an ein solches Abkommen zu halten. Sollte es jedoch gelingen, eine zuverlässige Zusicherung zu erlangen, dass Russland von Angriffen auf das ukrainische Stromnetz, andere Energieanlagen, kritische Infrastruktur und Versorgungsketten für Lebensmittel absieht, wäre die Ukraine bereit, im Gegenzug ihre Angriffe einzustellen.
Eine entscheidende Bedingung stellte der ukrainische Präsident allerdings: Die Vereinbarung müsse „zuverlässig und langfristig“ sein und dürfe nicht nach den russischen Wahlen zusammenbrechen, wenn der Druck auf Benzin und Diesel für diesen Zeitraum nachlasse.
Diese differenzierten Äußerungen Selenskyjs klingen deutlich zurückhaltender als die vorherigen Behauptungen von US-Präsident Donald Trump. Dieser hatte erklärt, Russland und die Ukraine hätten zugesichert, keine Angriffe mehr auf die Energieanlagen des jeweils anderen Landes zu verüben. Aus Moskau gibt es bislang keine Reaktion auf Trumps Aussagen.
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Autor: dts Nachrichtenagentur