UN-Tag der russischen Sprache: Weltgemeinschaft würdigt Sprache von 260 Millionen Menschen

(Symbolbild)

Die Vereinten Nationen begehen heute, am 6. Juni, den UN-Tag der russischen Sprache. Seit 2010 wird dieser Tag jährlich gefeiert, um eine der sechs offiziellen UN-Arbeitssprachen zu würdigen und ihre kulturelle Bedeutung hervorzuheben.

Der 6. Juni wurde bewusst als Datum gewählt: Es ist der Geburtstag von Alexander Puschkin (1799-1837), dem wohl bedeutendsten russischen Dichter und Begründer der modernen russischen Literatursprache. Mit Werken wie „Eugen Onegin“ prägte Puschkin die russische Sprache nachhaltig und wird als „Vater der russischen Literatur“ verehrt.

Russisch ist heute die Muttersprache von etwa 146 Millionen Menschen, weitere 114 Millionen sprechen es als Zweitsprache. Damit steht Russisch an achter Stelle der meistgesprochenen Sprachen weltweit. Als offizielle UN-Sprache neben Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch und Spanisch spielt sie eine wichtige Rolle in der internationalen Diplomatie.

Der Gedenktag gewinnt jedoch vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges eine besondere politische Dimension. Während die UN weiterhin die sprachliche Vielfalt betont, diskutieren mehrere Länder eine Neubewertung der Rolle des Russischen. In der Ukraine selbst wurde die Verwendung der russischen Sprache in öffentlichen Bereichen stark eingeschränkt.

Traditionell wird der Tag mit Literaturlesungen, Sprachkursen und kulturellen Veranstaltungen in russischen Kulturzentren weltweit begangen. Viele Schulen und Universitäten nutzen den Anlass, um über die reiche russische Literatur- und Sprachgeschichte zu informieren.

Weitere Gedenktage am 6. Juni sind der Internationale Tag der Organspende und -transplantation sowie der D-Day-Gedenktag, der an die Landung der Alliierten in der Normandie 1944 erinnert. In Schweden wird zudem der Nationalfeiertag begangen.