Unbekannte legen Gegenstände auf Bahngleise: Regionalzug in Lingen beschädigt

Bahngleise neutral/ Foto: Bundespolizei

Ein Regionalzug ist am Sonntagabend in Lingen mit mehreren Gegenständen kollidiert, die unbekannte Personen auf die Gleise gelegt hatten. Der Vorfall ereignete sich gegen 21:30 Uhr in der Nähe des Bahnüberganges Schwarzer Weg auf der Strecke von Rheine nach Norddeich Mole.

Auf den Gleisen lagen ein Metallschild mit Betonklotz sowie mehrere Holzstücke. Der Triebfahrzeugführer des Zuges der Westfalenbahn erkannte die Hindernisse und leitete sofort eine Schnellbremsung ein – einen Zusammenstoß konnte er aber nicht mehr verhindern. Die Kollision beschädigte den Zug erheblich. Nach einer technischen Überprüfung konnte der Zug noch bis zum Bahnhof Lingen fahren, musste dann aber wegen der Schäden außer Betrieb genommen werden. Etwa 80 Fahrgäste waren an Bord – niemand wurde verletzt.

Der gefährliche Eingriff in den Bahnverkehr führte zu erheblichen Störungen: Es gab Zugverspätungen von insgesamt 285 Minuten und zwei Teilausfälle im Bahnverkehr.

Die Bundespolizei hat Ermittlungen eingeleitet und sucht Zeugen. Wer Personen beobachtet hat, die die Gegenstände auf die Gleise legten, oder andere sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, die Bundespolizei Osnabrück unter der Telefonnummer 0541 331280 zu kontaktieren.

Die Bundespolizei warnt vor den erheblichen Gefahren, die mit solchen Eingriffen verbunden sind: Überfahrene Gegenstände können wie Geschosse weggeschleudert werden. Hinzu kommt, dass sich herannahende Züge sehr leise nähern und daher oft zu spät wahrgenommen werden. Der Bremsweg eines Zuges ist zudem deutlich länger als der eines Straßenfahrzeugs. Neben strafrechtlichen Konsequenzen können Eisenbahnverkehrsunternehmen auch zivilrechtliche Schadensersatzforderungen gegen die Verursacher geltend machen – teilweise noch bis zu 30 Jahre nach der Tat.

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