In Bersenbrück haben Unbekannte zwei Gullydeckel auf die Bahngleise gelegt. Ein Zug der NordWestBahn wurde am Sonntagmorgen beim Überfahren der Hindernisse so beschädigt, dass er seine Fahrt nicht fortsetzen konnte. Die Bundespolizei ermittelt wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.
Die beiden gusseisernen Gullydeckel waren in der Koppelstraße dem Straßenablauf für Regenwasser entnommen und auf die Schienen gelegt worden. Dies geschah zwischen der letzten Zugfahrt am Samstagabend gegen 23:40 Uhr und der ersten Fahrt am Sonntag gegen 06:25 Uhr. Der Triebfahrzeugführer erkannte die Hindernisse erst unmittelbar vor dem Aufprall und leitete eine Schnellbremsung ein – vergeblich. Der in Richtung Wilhelmshaven fahrende Zug überfuhr die Gullydeckel und wurde dabei so beschädigt, dass er bis zum Bahnhof Bersenbrück weiterfahren musste, wo er abgestellt wurde. Die genaue Schadenshöhe lässt sich bislang nicht beziffern. Die rund 20 Reisenden blieben unverletzt.
Die Bundespolizei in Osnabrück warnt eindringlich: Das Ablegen von Gegenständen auf Bahngleisen ist kein harmloser Streich. Solche Hindernisse können Zugentgleisungen verursachen, zu erheblichen Sachschäden führen und Menschenleben gefährden. Wer Gegenstände auf Gleise legt, bringt Reisende und Bahnbeschäftigte in erhebliche Gefahr und muss mit strafrechtlicher Verfolgung rechnen.
Zeuginnen und Zeugen, die im genannten Zeitraum im Bereich der Bahnstrecke verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben oder sonstige Hinweise zur Tat geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0541 331280 bei der Bundespolizei in Osnabrück zu melden.