Unbekannte werfen Verkehrsschild auf Bahnstrecke – Zug fährt über Hindernisse

Das Verkehrsschild wurde durch den Aufprall zur Seite geschleudert.

Auf der Bahnstrecke Bremen–Hamburg haben Unbekannte am Sonntagabend ein Verkehrsschild mit Eisenstange sowie mehrere Holzlatten eines Zaunes in das Gleis geworfen. Der Vorfall ereignete sich bei Tostedt gegen 18.08 Uhr und zieht nun Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr nach sich.

Der Triebfahrzeugführer des Metronoms 82032 sah die Gegenstände noch im Gleis und leitete bei etwa 80 km/h eine Schnellbremsung ein. Der Zug mit rund 600 Reisenden an Bord kam aber nicht rechtzeitig zum Stehen und überfuhr das Verkehrszeichen, das durch den Aufprall zur Seite geschleudert wurde. Die Fahrgäste blieben unverletzt, der Zug wies nach ersten Erkenntnissen keine Beschädigungen auf.

Eine Reisende und der Lokführer beobachteten zwei Personen auf einer Bahnbrücke, die den Vorfall verfolgten und anschließend in unbekannte Richtung flüchteten. Die Bundespolizei geht davon aus, dass es sich dabei möglicherweise um die Täter handelt, die die Gegenstände von der Brücke geworfen oder in das Gleis gelegt haben könnten.

Der Vorfall führte zu erheblichen Beeinträchtigungen im Bahnverkehr: Acht Züge verspäteten sich um insgesamt 254 Minuten, zwei weitere Züge fielen komplett aus. Der betroffene Metronomzug wurde im Tostedter Bahnhof vorübergehend ausgesetzt. Die 600 Reisenden setzten ihre Fahrt mit einem anderen Metronom fort.

Die Bundespolizeiinspektion Bremen sucht nun nach Zeugen, insbesondere zu den zwei Personen auf der Brücke. Diese könnten sich bereits längere Zeit auf der Brücke oder in der Nähe der Gleise aufgehalten haben. Hinweise werden unter Telefon 0421/16299-7777 oder per E-Mail an bpoli.bremen@polizei.bund.de entgegengenommen.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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