Eine Unfallflucht auf einem Supermarkt-Parkplatz in Genthin sowie mehrere Verkehrskontrollen beschäftigten die Polizei im Jerichower Land am Freitag und Samstag.
In der Geschwister-Scholl-Straße in Genthin stellte eine 45-jährige Deutsche ihren KIA am Samstag gegen 10:00 Uhr auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes ab. Als sie um 12:37 Uhr zu ihrem Auto zurückkehrte, entdeckte sie einen Unfallschaden. Der Verursacher hatte sich vom Unfallort entfernt, ohne seinen Pflichten als Unfallbeteiligter nachzukommen. Hinweise auf den unbekannten Autofahrer liegen nicht vor. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort eingeleitet.
In Schartau kontrollierten Polizisten am Freitag um 17:30 Uhr auf der Verbindungsstraße „Zur Linde“ einen E-Scooter mit zwei Personen. Das Fahrzeug hatte kein aktuelles Versicherungskennzeichen und keinen gültigen Versicherungsschutz. Der 17-jährige polnische Autofahrer und seine 16-jährige deutsche Mitfahrerin durften nicht weiterfahren und wurden von einem Sorgeberechtigten abgeholt. Es wurde eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz gefertigt. Die Nutzung mit zwei Personen auf einem E-Scooter stellt zwar eine Ordnungswidrigkeit dar, wurde aber nicht geahndet.
Die Regionalbereichsbeamten PHM Polownjew und PHM Radschun führten am Samstag von 10:15 bis 11:15 Uhr eine Geschwindigkeitskontrolle in Drewitz durch. Aufgrund der Sperrung der Autobahn 2 zwischen Ziesar und Theeßen war auf der Umleitungsstrecke durch Drewitz deutlich mehr Verkehr unterwegs. Während der Kontrolle wurden keine Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert, jedoch ein Verstoß gegen das Handyverbot am Steuer und ein Verstoß gegen die Gurtpflicht geahndet. Zahlreiche Anwohner begrüßten die Anwesenheit der Polizisten positiv.
Anschließend kontrollierten die Beamten weitere Bereiche in Möckern. Die derzeitige Umleitung über landwirtschaftliche Wege sorgt weiterhin für Unmut bei den betroffenen Anwohnern. Eine Geschwindigkeitskontrolle auf der Umleitungsstrecke zwischen Ziepel und Möckern, wo 30 km/h vorgeschrieben sind, ergab keine Beanstandungen. Die Beamten gehen davon aus, dass ihre regelmäßige Präsenz zu einer Beruhigung des Verkehrs und höherer Akzeptanz der Geschwindigkeitsbegrenzung beiträgt.