In der vergangenen Woche beschäftigten mehrere Verkehrsunfälle, eine Unfallflucht und ein Brand die Polizei im Revier Anhalt-Bitterfeld. Zu den Schwerpunkten zählten ein Frontalzusammenstoß in Locherau sowie ein Kellerbrand in Raguhn-Jeßnitz.
Den höchsten Sachschaden verursachte ein Frontalzusammenstoß am Sonntag gegen 9.30 Uhr in der Dorfstraße in Locherau. Eine 41-jährige Frau war mit einem Transporter aus Richtung K 2078 kommend unterwegs, als sie in einem Kurvenbereich auf Höhe eines Spielplatzes frontal mit dem Seat eines entgegenkommenden 66-Jährigen kollidierte. Verletzt wurde niemand, der Gesamtschaden liegt bei etwa 9.000 Euro.
Am Köthener Bahnhofsplatz rollte am Sonntag gegen 12.30 Uhr ein nicht ausreichend gesicherter VW aus einer Parktasche gegen einen Ford. Der Schaden am Ford beträgt etwa 3.000 Euro, am VW rund 2.000 Euro.
In Bitterfeld-Wolfen fuhr am Samstag gegen 16.30 Uhr eine 81-jährige Honda-Fahrerin auf einen Ford auf. Der 43-jährige Ford-Fahrer hatte an der Einmündung Robert-Koch-Straße/Leipziger Straße verkehrsbedingt warten müssen. Die Seniorin bemerkte dies zu spät. An ihrem Honda entstanden Schäden von etwa 1.500 Euro, am Ford von circa 1.000 Euro.
Wegen Unfallflucht muss sich eine 70-jährige Opel-Fahrerin verantworten. Sie hatte am Samstag gegen 10.30 Uhr beim Ausparken auf dem Köthener Markt einen Pfeiler touchiert. Der Schaden an ihrem Auto beträgt etwa 4.000 Euro, am Poller rund 100 Euro. Die Frau fuhr nach eigenen Angaben unter Schock nach Hause und meldete den Schaden ihrer Versicherung, anstatt die Polizei zu verständigen. Erst später suchte sie das Polizeirevier auf.
Eine weitere Unfallflucht ereignete sich zwischen Samstag 13 und 16 Uhr in der Pulspfordaer Straße in Zerbst. Ein Unbekannter stieß beim Befahren der Straße gegen das Tor eines Wohngrundstücks und verließ anschließend die Unfallstelle. Er hinterließ einen beschädigten Stützpfeiler und einen defekten Tormechanismus. Der Schaden beläuft sich auf etwa 500 Euro.
In Raguhn-Jeßnitz brannte am Sonntag gegen 6 Uhr der Keller eines Einfamilienhauses in der Tornauer Straße. Die 59 und 61 Jahre alten Bewohner bemerkten starke Rauchschwaden im unteren Geschoss und konnten das Haus unverletzt verlassen. Die Ortsfeuerwehr war mit 19 Kameraden und zwei Löschfahrzeugen im Einsatz. Das Haus ist derzeit nicht bewohnbar, der Brandort wurde beschlagnahmt. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen.
Einbrecher hatten es auf einen Skoda in der Karl-Liebknecht-Straße in Greppin abgesehen. Zwischen Donnerstag 19 Uhr und Samstag 13.30 Uhr zerschlugen sie eine Scheibe auf der Fahrerseite und stahlen eine Geldbörse mit persönlichen Papieren und einer Bankkarte aus dem Innenraum. Der Schaden beträgt etwa 350 Euro.
Einen ungewöhnlichen Einsatz löste am Samstag gegen 23.30 Uhr ein laufender Wasserhahn aus. In einem Mehrfamilienhaus in der Virchowstraße in Bitterfeld-Wolfen hatte ein Mieter Polizei und Feuerwehr alarmiert, weil sich an seiner Küchendecke Wasserflecken bildeten und der Nachbar über ihm nicht öffnete. Durch die Wohnungstür war Wasserrauschen zu hören. Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr verschafften sich über ein angekipptes Fenster Zugang zur Wohnung und stellten den Wasserhahn ab.