Garbsen/Laatzen – Ein auffällig hoher Stromverbrauch hat die Polizei Hannover auf die Spur einer größeren illegalen Cannabis-Plantage in Garbsen geführt. Bei einer Durchsuchung am Donnerstag, 23. April 2026, entdeckten Einsatzkräfte in einer Lagerhalle im Ortsteil Stelingen 575 Pflanzen. In der Wohnung des Eigentümers in Laatzen fanden die Ermittler rund 40.000 Euro Bargeld.
Der Verdacht hatte sich bereits zu Jahresbeginn ergeben: Die Zentrale Kriminalinspektion Hannover stellte im Rahmen ihrer Ermittlungen nicht nur einen deutlich erhöhten Stromverbrauch, sondern auch eine ungewöhnlich starke Wärmeabstrahlung der Halle an der Leinestraße fest. Auf dieser Grundlage erwirkten die Ermittler bei der Staatsanwaltschaft Hannover Durchsuchungsbeschlüsse für die Lagerhalle sowie für die Wohnung des Eigentümers am Lortzingweg in Laatzen.
In der Halle wurden die 575 entdeckten Pflanzen zum größten Teil vernichtet. Ein kleiner Teil wurde für Beprobungen beschlagnahmt, ebenso ein in der Halle aufgefundener Laptop. Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung, des Kellers sowie zweier Pkw des Eigentümers trafen die Beamten auf den 51-jährigen Tatverdächtigen. Dabei stellten sie diverse Mobiltelefone und einen weiteren Laptop sicher und fanden rund 40.000 Euro Bargeld, das ebenfalls beschlagnahmt wurde.
Der 51-Jährige wurde zunächst für weitere polizeiliche Maßnahmen mit auf die Dienststelle genommen und anschließend wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen wegen unerlaubten Anbaus von Marihuana in nicht geringen Mengen laufen weiter.