An der Wurster Nordseeküste sind am Montag zwei Brände entstanden, nachdem Unkrautbrenner unsachgemäß verwendet wurden. Die Einsätze zeigen die Gefahren, die von diesen Geräten bei trockener Witterung ausgehen.
Der erste Vorfall ereignete sich gegen 09:00 Uhr in Misselwarden. Ein 70-jähriger Anwohner führte auf seinem Grundstück in der Straße Kleiner Feldweg Gartenarbeiten durch und setzte dazu einen Unkrautbrenner ein. Das Feuer geriet außer Kontrolle: Zunächst erfasste das Feuer einen Holzschuppen, dann griffen die Flammen auf eine angrenzende Garage und einen dort parkenden Pkw über. Beide wurden völlig zerstört. Das Wohnhaus des Geschädigten und das Nachbarhaus erlitten Teilschäden. Der Anwohner erlitt leichte Verletzungen durch das Feuer. Der Schaden wird auf etwa 150.000 Euro geschätzt.
Wenige Stunden später kam es zum zweiten Brand. Gegen 14:20 Uhr arbeitete ein Gartenarbeiter in der Straße im Mühlenfeld in Bad Bederkesa mit einem Unkrautbrenner. Auch hier geriet das Feuer außer Kontrolle: Ein Gartenschuppen und angrenzende Gebüsche standen plötzlich in Flammen. Glücklicherweise wurde bei diesem Brand niemand verletzt.
Die Polizeiinspektion Cuxhaven weist auf die Risiken hin, die mit dem Einsatz von Unkrautbrennern bei den derzeitigen Witterungsverhältnissen verbunden sind. Die Böden und die Vegetation sind derzeit sehr trocken und stellenweise leicht entflammbar. Die Behörden raten dazu, auf diese Art der Gartenarbeit wenn möglich ganz zu verzichten, um solche Brände gar nicht erst entstehen zu lassen.