Ein Unwetter mit starken Windböen und Regen hat am Freitag, 4. September, die Dresdner Feuerwehr in Atem gehalten. Bereits ab den frühen Abendstunden schnellte die Zahl der Notrufe in die Höhe. Um die hohe Anruflast zu bewältigen, musste die Integrierte Regionalleitstelle Dresden zusätzliches Personal beordern.
Bis 21:36 Uhr verzeichnete die Leitstelle insgesamt 54 wetterbedingte Hilfeleistungseinsätze in ihrem Zuständigkeitsbereich: 24 entfielen auf das Stadtgebiet Dresden, 15 auf den Landkreis Meißen und 15 auf den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Im Tagesverlauf war im Stadtgebiet kräftiger Wind zu spüren; der Deutsche Wetterdienst hatte für den Abend vor Sturmböen gewarnt.
Die Feuerwehr Dresden rückte in den vergangenen 24 Stunden zu insgesamt zwei Brandeinsätzen und 47 Hilfeleistungseinsätzen aus. Hinzu kamen zwei Fehlalarme durch automatische Brandmeldeanlagen. Von den insgesamt 24 wetterbedingten Einsätzen standen fast alle im unmittelbaren Zusammenhang mit umgestürzten Bäumen und abgebrochenen Ästen.
Gegen 14 Uhr rückten 13 Einsatzkräfte der Stadtteilfeuerwehr Cossebaude und der Feuer- und Rettungswache Übigau zur Gartenstraße nach Cossebaude aus. Ein großer Ast war auf einem Privatgrundstück in eine Stromleitung gefallen und drohte auf die Straße zu stürzen. Die Feuerwehr sperrte den Bereich ab und forderte eine Drehleiter sowie den Energieversorger an. Nachdem die Leitung freigeschaltet worden war, konnte der Ast über die Drehleiter entfernt werden. Anschließend wurden Straße und Gehweg gereinigt und wieder für den Verkehr freigegeben.
Gegen 16:30 Uhr wurden sechs Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswache Übigau zur Schwindstraße alarmiert. Ein Baum war vollständig umgestürzt und hatte zwei parkende Fahrzeuge beschädigt. Die Feuerwehr sicherte den Bereich und übergab die Einsatzstelle anschließend an den Eigentümer.
Auch auf der Hörigstraße in Dresden-Cotta war ein Baum abgebrochen und auf einen parkenden Pkw gefallen. Die Einsatzkräfte beseitigten den Baum und sicherten die Gefahrenstelle.
Menschen kamen nach bisherigem Kenntnisstand nicht zu Schaden. In der Nacht beruhigte sich die Wetterlage deutlich. Auch am Samstagmorgen rückte die Feuerwehr Dresden jedoch noch zu einzelnen wetterbedingten Hilfeleistungseinsätzen aus.
Der Rettungsdienst war unabhängig von der Wetterlage mit einem für einen Freitag üblichen Einsatzaufkommen beschäftigt. Insgesamt wurden 263 Rettungsdiensteinsätze disponiert. In 60 Fällen kam ein Notarzt zum Einsatz. Der Rettungshubschrauber Christoph 38 wurde zweimal im Leitstellenbereich eingesetzt. Die Leitstelle koordinierte darüber hinaus 169 qualifizierte Krankentransporte.
Neben den wetterbedingten Einsätzen beschäftigten zwei ungewöhnliche Tierrettungen die Feuerwehr. Gegen 18:21 Uhr wurden Einsatzkräfte zur Nagelstraße im Stadtteil Tolkewitz alarmiert. Anwohner hatten dort eine Katze beobachtet, die sich offenbar bereits seit mehreren Tagen immer wieder auf dem Dach eines Reihenhauses aufhielt. Da das Tier einen geschwächten Eindruck machte, brachte die Feuerwehr eine Drehleiter in Stellung.
Als sich der Korb der Katze näherte, wich sie über das Ziegeldach aus. Die Einsatzkräfte folgten ihr vorsichtig mit der Drehleiter. Dabei rutschte das augenscheinlich entkräftete Tier schließlich in eine Dachrinne. Von dort konnte ein Feuerwehrmann die Katze greifen und sicher in den Korb der Drehleiter aufnehmen. Das herrenlose Tier wurde anschließend von der Frau übernommen, die den Notruf abgesetzt hatte und sich zunächst um seine Versorgung kümmerte.
Eine Stunde später, gegen 19:21 Uhr, wurde die Feuerwehr zur Steinbacher Straße nach Cotta gerufen. Dort hatte sich eine Katze in einem angekippten Fenster eines Lagerraumes im Hinterhof eines Wohngebäudes eingeklemmt. Die Einsatzkräfte befreiten das offensichtlich verletzte Tier und brachten es in einer Transportbox des Gerätewagens Tierrettung unter. Trotz der Rettungsmaßnahmen verstarb die Katze kurze Zeit später. Das Tier wurde anschließend zum Tierheim gebracht.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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