Die US-Börsen haben am Freitag deutlich zugelegt und neue Höchststände erreicht. Der Dow Jones schloss bei 50.580 Punkten und lag damit 0,6 Prozent höher als am Vortag – ein neuer Rekordwert. Grund für den Optimismus der Anleger sind Hoffnungen auf eine Entspannung im Iran-Konflikt.
Der breiter gefasste S&P 500 beendete den Handel mit 7.473 Punkten und einem Plus von 0,4 Prozent. Die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 bei 29.481 Punkten, ebenfalls 0,4 Prozent höher. Der S&P 500 verzeichnete bereits die achte Gewinnwoche in Folge – eine Serie, die es seit Jahren nicht mehr gegeben hat.
Anleger spekulieren auf ein mögliches Abkommen zwischen den USA und dem Iran. Diese Hoffnung auf eine diplomatische Lösung des Konflikts beflügelte die Märkte und sorgte für weiteren Auftrieb bei den Aktienkursen.
Am Anleihemarkt erreichten die Renditen zweijähriger Anleihen den höchsten Stand seit über einem Jahr. Hintergrund sind Berichte, wonach die Federal Reserve womöglich doch von einer Zinserhöhung absehen könnte. Aktuell gilt eine Zinserhöhung noch in diesem Jahr bereits vollständig eingepreist – kommt sie doch nicht, würden die Kurse an den Aktienmärkten weiter klettern.
Der Ölpreis stieg vorerst weiter an: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 103,70 US-Dollar, das waren 1,1 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Der Goldpreis zeigte sich schwächer und verlor 0,9 Prozent. Am Abend wurden für eine Feinunze 4.506 US-Dollar gezahlt, was einem Preis von 124,83 Euro pro Gramm entspricht.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagabend ebenfalls etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1605 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8617 Euro zu haben.