Trotz einer geltenden Waffenruhe haben sich die USA und der Iran in der Nacht zu Mittwoch erneut gegenseitig unter Feuer genommen. Das US-Zentralkommando (Centcom) bestätigte Angriffe auf über 80 Ziele im Iran als unmittelbare Reaktion auf iranische Attacken auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus.
Nach Angaben des Centcom zerstörten US-Streitkräfte iranische Luftabwehrsysteme, Kommando- und Kontrollnetzwerke sowie Küstenradarstationen. Darüber hinaus wurden Fähigkeiten für Anti-Schiff-Raketen sowie über 60 kleine Boote der Islamischen Revolutionsgarde in und nahe der Straße von Hormus getroffen.
Die iranische Führung verurteilte die amerikanischen Luftschläge scharf als „offensichtliche Verletzung“ des Islamabad-Memorandums, das im letzten Monat unterzeichnet wurde, um den Krieg zu beenden. Als Vergeltung attackierte der Iran eigenen Angaben zufolge 85 US-Militärstandorte in Bahrain und Kuwait. Das iranische Militär hatte zuvor bereits eine „vernichtende Reaktion“ auf die US-Angriffe angekündigt.
Die Gegenschläge Teherans lösten Raketenalarm-Sirenen sowohl in Bahrain als auch in Kuwait aus. Die neuerliche gegenseitige Eskalation unterstreicht die Fragilität der vereinbarten Waffenruhe und die anhaltenden Spannungen zwischen Washington und Teheran.
Autor: dts Nachrichtenagentur