USA drohen EU und 59 weiteren Ländern neue Zölle von bis zu 12,5 Prozent an

via dts Nachrichtenagentur

Die USA haben 60 Volkswirtschaften neue Zölle in Höhe von 10 bis 12,5 Prozent angedroht. Betroffen sind neben der Europäischen Union auch das Vereinigte Königreich, Kanada und Japan. US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer begründete die Maßnahme am Mittwoch mit angeblich unzureichenden Anstrengungen dieser Länder beim Kampf gegen Zwangsarbeit.

Die US-Handelsbehörde erklärte, alle genannten Volkswirtschaften hätten es versäumt, ein gesetzliches Verbot für die Einfuhr von Waren zu erlassen und durchzusetzen, die ganz oder teilweise durch Zwangsarbeit hergestellt wurden. Greer sagte, der Handel mit Ländern, die Waren aus Zwangsarbeit importieren, schaffe eine unfaire Konkurrenzsituation für US-Arbeitskräfte.

Die Zölle sollen allerdings nicht sofort in Kraft treten. Einwände können noch bis zum 6. Juli geltend gemacht werden, am 7. Juli soll es dann eine Anhörung geben.

Für viele Beobachter kommt die Ankündigung nicht überraschend. US-Präsident Donald Trump hatte bereits im Februar angekündigt, wegfallende Zölle auf Basis einer neuen Gesetzesgrundlage ersetzen zu wollen. Hintergrund war, dass der Oberste Gerichtshof der USA die sogenannten „Liberation Day“-Zölle für unrechtmäßig erklärt hatte.

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