Die Vereinigten Arabischen Emirate planen massive Investitionen in der deutschen Wirtschaft. Anlass ist der Staatsbesuch von Präsident Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan, der ab Donnerstag in Deutschland erwartet wird.
Während des dreitägigen Besuchs sollen voraussichtlich 40 bis 45 Vereinbarungen zwischen Regierungen und Unternehmen unterzeichnet werden. Diese Abkommen sind mit Investitionen in Milliardenhöhe in die deutsche Wirtschaft verbunden. Im Gegenzug ergeben sich Chancen für deutsche Unternehmen in den Emiraten, wie Staatsministerin Lana Nusseibeh vom Außenministerium der VAE gegenüber der „Welt“ erklärte.
Die Emirate sehen Deutschland als führend in den Bereichen Technologie, Innovation und saubere Energie an. Bei dem anstehenden Besuch handelt es sich um den ersten Staatsbesuch eines VAE-Präsidenten in Deutschland. Die Emirate möchten ihre Beziehungen zur Bundesrepublik zu einer strategischen Partnerschaft ausbauen.
Darüber hinaus hält Nusseibeh einen Abschluss eines Freihandelsabkommens zwischen den VAE und der Europäischen Union für realistisch. „Wir sind wechselseitig bedeutende Handelspartner: die VAE als Tor zum Nahen Osten, Europa als riesiger Wirtschaftsraum“, begründete sie diese Einschätzung.
Die Motivation der Beteiligten auf beiden Seiten ist der Staatsministerin zufolge hoch. Einige Punkte werden noch von technischen Teams verhandelt. In etwa einem Monat ist eine weitere Gesprächsrunde geplant. Nusseibeh hofft auf Fortschritte vor Jahresende: „Wir sind optimistisch.“
Autor: dts Nachrichtenagentur