Ein vergessener schwarzer Rucksack in einem Regionalzug hat am Mittwochabend zu einem größeren Polizeieinsatz am Würzburger Hauptbahnhof geführt. Spezialkräfte der Bundespolizei mussten das verdächtige Gepäckstück untersuchen, was zu erheblichen Behinderungen im Bahnverkehr führte.
Das Zugunternehmen AVERIO meldete der Bundespolizeiinspektion Würzburg, dass eine unbekannte Person im Zug RE 80 in Richtung Treuchtlingen eine Tasche abgestellt hatte und nicht mehr vor Ort war. Der Zug befand sich zu diesem Zeitpunkt auf Gleis 3. Bundespolizisten entdeckten einen schwarzen Rucksack in einer Sitzgruppe, der keine Hinweise auf seinen Eigentümer offenbarte. Auch eine Befragung von Reisenden brachte keine Erkenntnisse zum Besitzer.
Aufgrund der unklaren Situation zogen die Würzburger Bundespolizisten Spezialkräfte hinzu, die den Gegenstand mit entsprechendem Equipment untersuchten. Nach der Auswertung gefertigter Röntgenbilder gaben sie Entwarnung: Im Rucksack befanden sich persönliche Gegenstände und Schulunterlagen.
Die Sicherheitsmaßnahmen hatten weitreichende Auswirkungen auf den Bahnbetrieb. Die Einsatzkräfte räumten die Bahnsteige 1 bis 3 und sperrten die Zu- sowie Abgänge ab. Die Gleise 1 bis 5 waren für einfahrende Züge von 20:09 Uhr bis 22:41 Uhr gesperrt. Der Zugverkehr wurde über die anderen noch freien Gleise umgeleitet. Durch die polizeilichen Einsatzmaßnahmen verspäteten sich 45 Züge um insgesamt 836 Minuten.