Drei Rumänen nach versuchtem Callcenter-Betrug in Schwabach festgenommen

(Symbolbild)

Ein 74-Jähriger aus Schwabach durchschaute am Dienstag den Anruf eines falschen Polizeibeamten und alarmierte die echte Polizei. Beamte nahmen daraufhin drei rumänische Staatsangehörige vorläufig fest.

Der Senior erhielt gegen 12:00 Uhr den Anruf eines vermeintlichen Polizeibeamten. Der Anrufer behauptete, in der Umgebung des Mannes habe es mehrere Einbrüche gegeben und sein Name sei auf einer Liste aufgetaucht. Der 74-Jährige erkannte die Situation sofort als Betrugsversuch und verständigte noch während des Telefonats die Polizeiinspektion Schwabach.

Die Beamten leiteten umgehend Maßnahmen ein, um den mutmaßlichen Geldabholer festzunehmen. Kurze Zeit später nahmen mehrere Polizisten den Geldabholer im Schwabacher Ortsteil Schaftnach vorläufig fest. Das Fahrzeug, mit dem der Abholer nach Schaftnach gekommen war, flüchtete über die Bundesstraße 2 Richtung Autobahn A6.

Bei der Fahndung stellten Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Feucht das Fahrzeug auf der A6 fest und kontrollierten es. Sie nahmen auch den 43-jährigen Fahrer und den 39-jährigen Beifahrer vorläufig fest. Alle drei Tatverdächtigen sind rumänische Staatsangehörige.

Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth stellte Haftantrag gegen den 41-jährigen Geldabholer und den 39-jährigen Beifahrer. Beide werden am heutigen Mittwoch dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Den 43-jährigen Fahrer entließen die Beamten nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder.

Das Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Die Kriminalpolizei warnt erneut eindringlich vor dieser Betrugsmasche und bittet darum, ältere Angehörige oder Nachbarn über die Warnhinweise aufzuklären.

Die Polizei betont: Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen, sondern legen Sie sofort auf. Die Polizei wird niemals um Geldbeträge bitten oder über Vermögensverhältnisse ausfragen. Auch wird die Polizei niemals telefonisch die Herausgabe von Bargeld oder Wertgegenständen fordern. Verdächtige Anrufe sollten umgehend der Polizei unter der 110 gemeldet werden.

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