Verdi weitet Telekom-Streik auf fünf weitere Bundesländer aus

via dts Nachrichtenagentur

Die Gewerkschaft Verdi weitet ihren Warnstreik bei der Deutschen Telekom deutlich aus. Am Donnerstag sollen auch Telekom-Mitarbeiter in Hessen, Rheinland-Pfalz, im Saarland, in Baden-Württemberg und Bayern die Arbeit niederlegen.

Der Streik erfasst damit nach drei Tagen bereits den Großteil der Bundesrepublik. Am Mittwoch waren Standorte in Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen betroffen, während am Dienstag der Norden und Nordosten Deutschlands bestreikt wurde.

Kunden der Telekom müssen sich auf spürbare Beeinträchtigungen einstellen. „Aufgrund der Warnstreiks kann es zu schlechterer Erreichbarkeit, Verzögerungen im technischen Kundenservice und im Glasfaserausbau sowie zu Terminabsagen bei Kundenterminen kommen“, teilte Verdi am Mittwochabend mit. Einschränkungen für Kunden der Telekom ließen sich „nicht vermeiden“.

Als Grund für die Ausweitung des Streiks nannte die Gewerkschaft die Blockadehaltung der Arbeitgeber. Diese seien „bislang überhaupt nicht auf unsere Forderungen eingegangen und haben kein Angebot eingebracht“.

Verdi fordert in der diesjährigen Tarifrunde bei der Deutschen Telekom ein Gehaltsplus in Höhe von 6,6 Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Zusätzlich will die Gewerkschaft die Einführung eines „Verdi-Mitgliederbonus“ in Höhe von 660 Euro im Jahr durchsetzen.

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