Eine wilde Verfolgungsfahrt über mehrere Städte hat am frühen Sonntagmorgen (28. Juni) für einen 20-jährigen Autofahrer in Handschellen geendet. Der britische Staatsbürger hatte sich einer Verkehrskontrolle in Oberhausen entzogen und war daraufhin mit hoher Geschwindigkeit über die Stadtgebiete von Oberhausen, Mülheim an der Ruhr und Duisburg geflohen.
Die Streifenwagenbesatzung war auf den Mann aufmerksam geworden, weil Hinweise auf mögliche Fahruntüchtigkeit vorlagen. Als die Beamten seinen Ford Mondeo mit britischer Zulassung im Bereich der Konrad-Adenauer-Allee kontrollieren wollten, gab der Fahrer Gas und flüchtete.
Während seiner Flucht missachtete der 20-Jährige wiederholt die zulässige Höchstgeschwindigkeit und fuhr mit Geschwindigkeiten von über 100 km/h. Er ignorierte mehrfach rote Ampeln und befuhr sogar eine Einbahnstraße in der falschen Fahrtrichtung.
Auf der Autobahn A40 in Fahrtrichtung Niederlande bei Duisburg konnte die Polizei das Fahrzeug schließlich stoppen. Dabei kollidierten Streifenwagen und flüchtender Pkw. Der Fahrer wurde vorläufig festgenommen. Er erlitt leichte Schnittverletzungen; zwei Polizeibeamte wurden ebenfalls leicht verletzt und konnten im Dienst bleiben.
Ermittlungen zeigten danach: Der Mann besitzt keine gültige Fahrerlaubnis und ist der Polizei bereits bekannt. Ein Drogenvortest reagierte positiv auf Cannabis. Darüber hinaus besteht der Verdacht, dass der Fahrer während der Flucht Lachgas konsumierte. Die Polizei stellte das Fahrzeug und das Mobiltelefon des 20-Jährigen sicher.
Gegen den britischen Staatsbürger wird unter anderem wegen Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, Gefährdung des Straßenverkehrs und Fahren ohne Fahrerlaubnis ermittelt.